„Sie kamen, um zu töten“

Augenzeugenbericht zu den Hamburger Auseinandersetzungen zwischen IS-Unterstützern und KurdInnen

Die Angreifer kamen mit Stichwaffen, Schlagstöcken und anderen Waffen - Sie waren offensichtlich gut vorbereitet.
Die Angreifer kamen mit Stichwaffen, Schlagstöcken und anderen Waffen – Sie waren offensichtlich gut vorbereitet.

Seit mehreren Tagen gibt es europaweit täglich Demonstrationen gegen den Islamischen Staat (IS) und seine Angriffe auf Kobane. In Hamburg kam es vor allem am Dienstag, dem 7. Oktober, zu Auseinandersetzungen zwischen IS-Unterstützern und Kurden. Schon am Montag soll eine Konfrontation der beiden Gruppen stattgefunden haben, bei denen es aber keine ernsthaften Verletzungen gegeben haben soll. Als ich am Dienstag Abend die Nachricht bekam, dass am Abend eine Gruppe Vermummter Männer den kurdischen Verein auf dem Steindamm angegriffen haben und dass sich nun die Kurdinnen und Kurden vor und in diesem Verein versammeln, damit man ihn beschützen kann, bin ich sofort aus Angst, dass noch so ein Angriff geplant ist, dorthin geeilt.

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Der kommende Aufstand (Teil II)

Kampf gegen Bullen, IS und Faschisten - Kurdische Jugendliche in Van
Kampf gegen Bullen, IS und Faschisten – Kurdische Jugendliche in Van

Seit Tagen brennt es in der Türkei, über zwanzig Menschen starben bei Auseinandersetzungen zwischen Linken und KurdInnen auf der einen, staatlichen Repressionsorganen, Faschisten und IS-Anhängern auf der anderen Seite. Über die Probleme und Schwierigkeiten, mit denen der Aufstand zu kämpfen hat. (Teil II und Schluß)

Im ersten Teil dieses Textes wurde darauf hingewiesen, dass die Kobane-Solidarität sich zu einem veritablen Aufstand in der Türkei ausgeweitet hat, der ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Veränderung der Türkei sein könnte. Im zweiten Teil des Textes sollen einige der Schwierigkeiten benannt werden, vor denen wir dabei stehen.

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Der kommende Aufstand (Teil I)

serhildan1Die schweren Auseinandersetzungen in der Türkei, die in Solidarität mit den VerteidigerInnen von Kobane begannen, könnten zum Keim einer neuen Phase des Aufstands gegen die autoritäre Herrschaft der Regierungspartei AKP werden (Teil I von II) –

Der Serhildan ist da. Der Aufstand der Kurdinnen und Kurden in der Türkei hat begonnen, unterstützt von der türkischen Linken gehen Abertausende auf die Straße, nehmen Steine, Molotof-Cocktails und Schusswaffen, um sich gegen das zu verteidigen, was der türkische Staat zu ihrer Unterdrückung auffährt. Und das ist nicht wenig. Massive Polizeitruppen, auch Soldaten, in einigen Städten wurde der Ausnahmezustand verhängt, es gibt eine Ausganssperre. Es wird scharf geschossen, verschiedenen Meldungen zufolge liegt die Zahl der Toten bislang bei 12 bis 15.

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Knarren für Kurdistan

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Gepanzerte Fahrzeuge müssen die kurdischen Volksverteidigungskräfte in Eigenregie herstellen. Mit Waffen versorgt sie bislang niemand

Zwei linke Berliner Gruppen starten eine Geldsammelaktion, um Waffen für die kurdischen Volksverteigigungseinheiten in Syrien zu kaufen. Wir haben sie gefragt, wie und warum.

Die deutsche Bundesregierung genehmigt Waffenexporte an so ziemlich jeden reaktionären Player im Nahen Osten. Die Türkei kriegt regelmäßig welche, die Saudis sowieso und der Sklavenhalterstaat Katar muss sich auch keine Teleskopschlagstöcke bei Amazon bestellen, um Leute totmachen zu können. Dschihadisten fahren in modernsten US-Humvees durch die irakische und syrische Pampa, die Freie Syrische Armee bekommt Support aus Washington und Mesud Barzanis kurdische Regionalregierung darf mit ausgemustertem Bundeswehrgerät und Milan-Panzerabwehrsystemen üben.

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„Immer wollen sie mehr mehr mehr!!!“

uglygermanIn Burbach haben rechte Securities Flüchtlinge schwer misshandelt und gedemütigt. Im Internet toben sich jene hässlichen Deutschen aus, die das gerne verharmlosen würden. Wir haben die Standardargumente dieser Typen für euch zusammengefasst

Die Indizienkette lässt kaum Zweifel offen: In einer Flüchtlingsunterkunft im nordrheinwestfälischen Burbach haben rechte Wachleute systematisch Menschen gequält und diese Torturen zu ihrer Belustigung auf Videos und Fotos festgehalten.

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Pufferzone, Bodentruppen, Flugverbotszone – Der geheime Plan für Kobane

Die Heldinnen von Kobane: Kämpferinnen der Fraueneinheiten YPJ
Die Heldinnen von Kobane: Kämpferinnen der Fraueneinheiten YPJ

Die US-geführte Koalition gegen den Islamischen Staat hat Kobani alleine gelassen, die Türkei steht gegen Rojava. Nun wird klarer, welches Vorhaben dahintersteckt.

Seit elf Tagen läuft die Schlacht um Kobane. Seit elf Tagen kämpfen mutige GenossInnen der Volksverteidigungseinheiten YPG, der Frauenbataillone YPJ und der Arbeiterpartei Kurdistans PKK gegen den Ansturm schwer und besser bewaffneter dschihadistischer Terroristen des Islamischen Staats (IS) in der syrisch-türkischen Grenzstadt. Seit elf Tagen wissen wir: Kann der Islamische Staat die Stadt einnehmen, droht ein Massaker großen Ausmaßes und möglicherweise das Ende des demokratischen Autonomieprojekts in der kurdischen Region Rojava.

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Bis aufs letzte Hemd

Zu den anhaltenden Protesten um den Goldabbau auf Chalkidiki

Anhaltender Protest: Mobiplakat gegen das Goldminenprojekt in Chalkidiki
Anhaltender Protest: Mobiplakat gegen das Goldminenprojekt in Chalkidiki

Es scheint, als kenne der Ausverkauf des griechischen Staates keine Grenzen, um dem drohenden Bankrott unter deutsch-europäischer Ägide zu entrinnen. Nach der umfassenden Privatsierung sämtlicher sozialer Sicherungssysteme und des öffentlichen Transportsystems, steht nun der weitreichende Ausverkauf bislang öffentlicher Räume zur Debatte.

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No Place to hide!

Antifascist Action in the rural areas of Greece

antifascist demonstration in greece
antifascist demonstration in greece

Greece still suffers from the economic crisis that started in 2008 and lead to the policy of various salary-cuts, massive privatization of public properties and a strong increase of deflation. Every third greek citizen is unemployed. After the long ranged salary-cuts, while prizes for everyday life-needs are still increasing, for a majority of people organizing a modest living avances to a serious problem. Simoultaneously a growing part of the population suffers from apathy – especially after the ineffectivness of the now illegal general strikes between 2008 and 2012. In this situation people tend to support parties new to the traditional party-System in Greece like the new social-democratic force SYRIZA, but also the neofascists of Golden Dawn (Chrysi Avgi).

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