Toleranz für Rechte

19. Juni 2019

In den vergangenen Tagen sind Schlagzeilen und Statements mancher Politiker zu lesen, die semantisch so rechts konnotiert sind, dass es mich schaudert. Sie kokettieren mit Demokratie, flöten fröhliche Harmonien von Patriotismus und locken mit dem Wort Freiheit wie die Rattenfänger von Hameln.

Hans-Georg „Es gab keine Hetzjagd“ Maaßen flirtet offen mit der AfD. Das ist keine neue Romanze, denn schon seit 2015 schwirren mehrere Vorwürfe im luftleeren Raum herum, der mittlerweile ehemalige Verfassungsschutzchef, sei ein beliebter Tippgeber der Neofaschisten, wenn es das Umgehen von Beobachtungen durch den Verfassungsschutz betrifft. Derweil ist Ex-Bundespräsident Joachim Gauck nicht müde, das alte Volkslied von der „Toleranz“ gegenüber Rechts zu singen.

Ganz ehrlich: FUCK YOU

Die Aufdeckung des Hannibal-Netzwerkes, das Bekanntwerden von Reichsbürgern in den Reihen der Polizei, behördliche Datenweitergabe an Rechte, der NSU 2.0, ein mit Kopfschuss hingerichteter Regierungspräsident.

Ein mit Kopfschuss hingerichteter Regierungspräsident.
Ein mit Kopfschuss hingerichteter Regierungspräsident.

Toleranz für Rechts.
Toleranz für Rechts.

Ich kann die alten Songs nicht mehr hören. Wir beobachten seit Jahren eine subtile Faschisierung Deutschlands und ich frage, wie lange will eine Gesellschaft eigentlich ihren eigenen „Rechtsruck“ beobachten?

Der Journalistische Euphemismus, die Berichterstattung im Fall Lübcke betreffend, widert mich an. Es wird Zeit, dass über Naziterror, Terror von Rechtsextremen oder zumindest offen von einem gravierenden Rassismusproblem in Deutschland gesprochen wird.


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