Alle Beiträge von lowerclassmag

Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (IV)

Grüner Kapitalismus als Alternative?

Häufig wird eine grüne Ökonomie oder ein grüner Kapitalismus als Lösung der ökologischen Probleme des modernen Kapitalismus angesehen. Einerseits soll es sich hierbei um den Versuch handeln, die Elite in ein „nachhaltiges“ Gesellschaftsprojekt einzubeziehen statt ihre Privilegien und ihre Macht in Frage zu stellen. Andererseits wird eine „Ökologisierung“ des Kapitalismus als neue Wachstumsmaschine angesehen, soll Mittel sein, um einen Investitionszyklus in Gang zu setzten und die gegenwärtige Krise zu überwinden. Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (IV) weiterlesen

Flattr this!

[Videotagebuch I] G20 Hamburg – Welcome to Hell!

Die in Hamburg eingesetzten Polizeikräfte machten schon im Vorfeld der eigentlichen Gipfelproteste mehr als deutlich, was sie von Gegenprotesten und Gerichtsurteilen halten. Protestcamps wurden widerrechtlich geräumt, selbst „cornern“ wurde mit Wasserwerfern beendet. Die „Welcome to Hell“ – Demo die am Donnerstag um 19 Uhr beginnen sollte, wurde von der Polizei ohne Rücksicht auf Verluste und man kann ohne Übertreibung sagen untern Inkaufnahme von Menschenleben, angegriffen und verhindert. Am Abend zersplitterten sich die Aktivist*innen und es fanden verschiedene Formen des Protests im ganzen Stadtgebiet statt.

[Videotagebuch I] G20 Hamburg – Welcome to Hell! weiterlesen

Flattr this!

Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (III)

Die Produktionsseite der imperialen Lebensweise

Profit und Kapitalakkumulation sind dem Kapitalismus ebenso Ziel wie Voraussetzung. Daraus ergibt sich ein Wachstumszwang, ein innerer Zwang zu expansiver wirtschaftlicher Aktivität, deren Grundlage die Ausbeutung von Mensch und Natur bildet.1 Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (III) weiterlesen

Flattr this!

Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (II)

Die Konsumseite der imperialen Lebensweise

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit und den weit verbreiteten Wohlstandssteigerungen verallgemeinerte sich die imperiale Lebensweise in den kapitalistischen Zentren. Im Kampf um die Verteilung der Produktivitätsfortschritte rückten für die ArbeiterInnenbewegung Fragen der Arbeitszeit zugunsten einer Teilhabe am kapitalistisch produzierten Warenreichtum immer weiter in den Hintergrund, ebenso die Frage nach dem Eigentum an den Produktionsmitteln. Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (II) weiterlesen

Flattr this!

Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (I)

Luftverschmutzung, Klimawandel, Abholzung, Verlust biologischer Vielfalt, Bodenerosion oder Übernutzung natürlicher Rohstoffe: die (selbst)zerstörerischen Folgewirkungen der auf Profit und Kapitalakkumulation basierenden gegenwärtigen Produktionsweise und des ihr entsprechenden Konsumverhaltens auf die Natur sind allgemein bekannt – sofern man die Problemfelder nicht verdrängt oder sich rationalen Argumenten verschließt. Nutzen und Kosten des auf Massenkonsum basierenden modernen Kapitalismus verteilen sich zudem äußerst ungleich. Nicht nur in den kapitalistischen Zentren, in denen das Ausmaß an der Teilhabe am Wohlstand zwischen den, aber auch innerhalb der Klassen höchst ungleich ausfällt. Sondern v.a. zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden sowie den gegenwärtig lebenden und den folgenden Generationen. Der Frage, warum Problemerkennung und zumindest ansatzweise Problemlösung dennoch derart auseinanderklaffen, widmen sich Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem Buch „Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus“. Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“ (I) weiterlesen

Flattr this!

[Debattenbeitrag] Zur Lage des Antirassismus

Der Antirassismus erlebt eine Konjunktur und steht nicht zuletzt beim Staat und Unternehmen hoch im Kurs: Staatliche Antidiskriminierungsstellen, „Diversität“, „Empowerment“ und „Integration“ als schulische, universitäre und manchmal auch betriebliche Doktrin, immer mehr Werbeplakate mit lächelnden Schwarzen Menschen und stolze Migrant*innen bei der Deutschen Polizei. Uns soll nahe gebracht werden, der Rassismus sei überkommen, oder zumindest auf dem besten Weg dahin.

[Debattenbeitrag] Zur Lage des Antirassismus weiterlesen

Flattr this!

DIY statt Bel Ami

Der alternative Christopher Street Day (CSD) in Kreuzberg, der in den vergangenen 20 Jahren zum kleinen, schmutzigen und vor allem politischen Stiefkind des inzwischen kommerziellen, entpolitisierten CSDs in Mitte und Schöneberg geworden ist, war 2017 erneut in seiner Existenz bedroht. Immer wieder strapazierten politische Diskussionen – 2013 um einen Rassismusvorwurf gegen eine Hiphop-Gruppe und 2016 über die Teilnahme einer palästinasolidarischen Queergruppe – die Lust am Feiern und am organisieren. 2017 hatten dann alle die Schnauze voll von der Streitsucht der queeren Szene in Berlin und wollten den Kreuzberger CSD erstmalig ausfallen lassen.

Schade fanden das insgesamt drei Kreuzberger*innen und organisierten über Facebook eine Art Ersatz unter dem Motto „K*csd: Kein XCSD, kein Problem“ über Facebook für den kommenden Samstag, den 24. Juni in Kreuzberg. Keine Demo, keine Kundgebung, eher ein loses Treffen. Sie haben wohl einen Nerv getroffen. Inzwischen klickten fast 1000 User auf „Zusage“ und über 2000 ihr Interesse bekundeten. Zumindest das virtuelle Bedürfnis ist also da. Wie die Realität am Samstag aussehen soll, verrieten zwei von ihnen im Interview mit LCM. DIY statt Bel Ami weiterlesen

Flattr this!