Geht mal auf´n Kaffee bei Ali und Fatma statt die ganze Zeit vor irgendwelchen Internetrassistenblogs zu hocken

hogeduOffener Brief an die PEGIDA, Marzahner, Bucher und alle anderen „besorgten Bürger“

Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Der überwiegende Teil meiner Freunde kommt aus ärmeren Familien. Ich bin in Gegenden aufgewachsen, die auch nicht schöner sind als Berlin-Hellersdorf, Marzahn, Buch oder Dresden-Prohlis. Ich weiß, wie scheiße es sich anfühlt, wenn man sich das ganze Blingbling nicht leisten, kann, das man jeden Tag im Fernseher sieht. Ich weiß, wie derbe es nervt, wenn man auf Hartz-IV ist und die ganze Zeit Münzen zählen muss. Oder wie beschissen es ist, wenn man zwar arbeitet, aber irgendeine dumme notwendige Anschaffung, eine kaputte Waschmaschine, ein Fahrrad fürs Kind oder sonstewas die gesamten Ersparnisse auffrisst, die man sich mühsam zur Seite gelegt hat. Und dann beschließen irgendwelche Penner, von denen man das ganze Jahr ohnehin nichts zu erwarten hat, einem auch noch einen Asyl-Container in den Bezirk zu stellen.

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„Steht auf für die Verteidigung der Revolution in Rojava“

Logo der kurdischen Arbeiterpartei PKK von 1978 (dieses Logo ist in Deutschland selbstverständlich verboten)
Logo der kurdischen Arbeiterpartei PKK von 1978 (dieses Logo ist in Deutschland selbstverständlich verboten)

Für den 29. November rufen Euch kurdische und andere linke Gruppen nach Frankfurt am Main zu einer Großdemonstration gegen das PKK-Verbot. Wir haben uns mit einer der OrganisatorInnen, Lina Tugut vom Internationalistischen Aktionsbündnis Frankfurt (IAB-FFM) getroffen und über die politischen Hintergründe der Demo gequatscht.

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Komplett im Arsch – Die Ukraine ein Jahr nach Beginn des „Euromaidan“

Wie alles begann: Rechte Schlägertrupps auf dem Kiewer Maidan. Auftrag: Demokratie.
Wie alles begann: Rechte Schlägertrupps auf dem Kiewer Maidan. Auftrag: Demokratie.

Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste auf dem Kiewer Maidan lassen sich die Ergebnisse der großartigen prowestlichen „Revolution“ kurz zusammenfassen: Die ukrainische Volkswirtschaft ist ruiniert, den Menschen geht’s schlechter denn je und noch nie waren so viele Nazis und Oligarchen an den Hebeln der politischen Macht.

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Nationalism in Poland

Nationalists and football fans during pilgrimage to Jasna Gora
Nationalists and football fans during pilgrimage to Jasna Gora

Political and Social Aspects of the Nationalist Populism in Poland / Overview of Antifascist Activities

In the years 2005-2007 in Poland there was a period of governmental coalition between 3 parties: conservative Law and Justice (PIS), social-conservative-agrarian Self-Defense (Samoobrona) and ultra-catholic League of Polish Families (Liga Polskich Rodzin – LPR). It was also the second period (after 1989-1997) of an increasing wave of extreme right-wing tendencies in Polish politics. Governmental changes in 2007 were associated with the end of aforementioned coalition. However, the problem of nationalism, rather than decreasing, since 2011 has begun to increase significantly. Nowadays one can talk about the revival of nationalist and neo-fascist attitudes – especially before local elections scheduled for November 2014.

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„Politische Schönheit“ gegen europäischen Zynismus

IMG_3424Grenzerfahrungen im „freien“ Europa. Vom Versuch des „Ersten europäischen Mauerfalls“.

Vor zwei Wochen, am Sonntag den 2.11.2014 entfernten KunstaktivistInnen des „Zentrum für Politische Schönheit“ vierzehn der sogenannten „Mauerkreuze“. Nach Aussage der KünstlerInnen sind die Kreuze an jenem Tag „geflohen“, vor den Feierlichkeiten um den 25. Jahrestages des Mauerfalls und der ihnen inhärenten Doppelmoral. Gedacht wird der 138 Menschen, welche in den 28 Jahren der Mauer an der deutsch-deutschen Grenze ums Leben kamen. Keine Erwähnung fanden beim offiziellen Gedenken hingegen die zehntausenden Flüchtlinge, die an der europäischen Außengrenze in den letzten zehn Jahren den Tod fanden, verdurstet in der Wüste, ertrunken im Mittelmeer, erschlagen von Grenzern, verblutet im Nato-Draht. „Politische Schönheit“ gegen europäischen Zynismus weiterlesen

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[Istanbul Diaries X] Leben ohne Stacheldraht

Ein kleiner Spaziergang durch das Istanbuler Viertel Gülsuyu

Gülsuyu/Gülensu in den frühen Abendstunden
Gülsuyu/Gülensu in den frühen Abendstunden

Es ist eine generelle Regel, die mein Freund Mehmet Onur entdeckt hat: Nahe eines Cemevi, eines alevitischen Gotteshauses, gibt es zumeist Orte, die es wert sind, besucht zu werden. In Okmeydani, einem revolutionären Viertel im westlichen Teil Istanbuls, ist es Sivas Pideci, jener Ort, an dem die günstigste und schmackhafteste Pide überhaupt serviert wird, und natürlich der nach einer Revolutionärin benannte Sibel Yalcin Park, in dessen Teehaus man den besten Cay der Gegend vom korrektesten Cayci Istanbuls bekommt. In Gülsüyü, dem Viertel, von dem unsere kleine Geschichte handelt, ist es nicht anders.

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Wie ich aufgehört habe mich über „catcalling“ zu ärgern…

…und gelernt habe Leute zu schlagen.

fotoDas „catcalling“-Video aus der letzten Woche ist viral gegangen und es finden sich bereits viele Diskussionen darüber im Internet. Es sieht so aus, dass einige beleidigt waren, als sie gelernt haben, dass das, was sie tun „Belästigung“ genannt wird.
Der Gedanke über „catcalling“ zu schreiben (ehrlich gesagt kannte ich den Begriff gar nicht, bevor ich das Video gesehen habe und finde auch den Namen selbst extrem nervig) kam mir, nachdem ich einem Typen in der U-Bahn Station eine reingehauen hab.
Ihr wisst schon (zumindest die Frauen unter euch werden es wohl nur zu gut kennen), es war das Übliche. Er hat mich angemacht, ich hab ihm den Mittelfinger gezeigt, dann schrie er mir „Fotze“ hinterher, als ich gerade weg ging. Dann bin ich auf ihn zu gerannt und hab vor den Augen diverser „Zuschauer“ angefangen ihn zu schlagen. Ich hatte niemanden um Hilfe gebeten.
Danach, als ob es eine Art Geheimabsprache unter den Männern nach dem Viral-Video gab, wurde ich häufiger gegrüßt und viele fragten mich die dämlichsten Fragen, um ins Gespräch zu kommen. Das machte mich rasend. Wie ich aufgehört habe mich über „catcalling“ zu ärgern… weiterlesen

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How I stopped worrying about catcalling …

foto… and learned to punch people

The catcalling video from last week went viral, and you can already find too many discussions about it on the internet. Seems like some got offended to learn what they do is called “harassment”. But the idea of writing about the “catcalling” (to be honest, I only got to learn about this word through this viral video, even the name is utterly annoying) issue got to me after I punched this guy at the S-bahn station the other day. Well, you know (at least, I am sure women would know), the usual stuff, he cat called me, I gave him the middle finger, then he yelled at me “fotze” while walking away, and then I ran to him and started punching him, with bystanders around watching us, but I had not asked for any help anyways. How I stopped worrying about catcalling … weiterlesen

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