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Den rechten Arm von sich gestreckt, und die Finger zum Victory-Zeichen erhoben. So liegt Aristos am Abend des 24. Juni auf seiner Trage.

Rechts von ihm lockert der bunte Kalender der Community von Prosfygika neben dem kurdischen Blümchentuch, das ihm im Nacken liegt, das Weiß des Krankenhauses etwas auf. Das kämpferische aber ehrlicherweise etwas bedrückende Bild des Genossen, der über eine Maske Sauerstoff bekommt und an allerlei Infusionen hängt, brennt sich mir in den Kopf ein.


Über 400 Menschen leben derzeit in den selbstverwalteten acht Häuserblocks, die als Prosfygika bekannt sind. In den mehr als 16 Jahren ihres Bestehens ist die Community zu einem Ort geworden, zu dem Menschen aus verschiedensten Ländern mal einige Tage, mal einige Monate kommen. Einige haben nichts als Abenteuerlust auf griechische Zustände im Gepäck, andere kehren sichtlich beeinflusst zurück, oder bleiben gar da, waren sie bis dato nie mit einer so greifbaren Perspektive des gemeinschaftlichen Lebens und der Selbstorganisierung konfrontiert. Prosfygika ist nämlich weit mehr als ein Ort des Zusammenlebens, des Stundenlangen auf Assemblys Sitzens und des Renovierens – das Projekt versteht sich als einen wichtigen Impuls, quasi als Motor einer politischen Bewegung, die auch in Griechenland in den vergangenen Jahren immer mehr in die Defensive geraten ist.

Wer die Alexandras in Richtung Stadtzentrum entlangläuft, wird nach einiger Zeit zur Linken auf das abgerockte Stadion von Panathinaikos Athen stoßen, samt vieler Graffitis: Grüne Kleeblätter, Totenköpfe und Antinazi Schriftzüge prangen an den Wänden. Direkt auf der anderen Straßenseite grüßen schwarze Transparente von dem ersten der acht Häuserblocks von Prosfygika. Jene wenigen Quadratkilometer schlagen eine räumlich-kleine, aber gemessen an der Bedeutung umso bedeutendere Schneise in die griechische Hauptstadt, in der zunehmend Elend auf wachsenden Reichtum und Wohnungslosigkeit auf Turbo-Gentrifizierung trifft.

Auch wenn es sich bei Prosfygika auf den ersten Blick um ein anarchistisches Projekt handelt, so endet hier die besagte Widerständigkeit nicht an ideologischen Grenzen: Verschiedenste Organisationen sind offiziell in der Nachbarschaft vertreten, von revolutionären türkischen Organisationen bis hin zur kurdischen Freiheitsbewegung. Teilweise können sich diese in der Türkei / Nordkurdistan nicht riechen, doch werden sie in Athen durch die äußeren Bedingungen zusammengeführt und leben hier Tür an Tür. Gleiches gilt für einen Großteil der über 400 Bewohner:innen, die in der Community ein neues politisches und soziales Zuhause gefunden haben.

So kommt es auch, dass sich auf den Demos, die seit einigen Monaten für die Verteidigung des bedrohten Projekts durch die attischen Straßen ziehen, Hammer und Sichel Fahnen mit schwarzen Fahnen auf denen mit Gasmaske vermummte Vögel abgedruckt sind, kreuzen, statt übereinander herzufallen, wenn nur die Worte „Kronstadt“ oder „Spanischer Bürgerkrieg“ fallen.

We Will Win – We Won!

Vor über 140 Tage ist Aristotelis Chantzis mit der Losung „We will win or we will win“ in den unbefristeten Hungerstreik eingetreten, die ein Verweis auf die kurdische Redewendung „An serkeftin – an serkeftin“ ist. Die Botschaft, die Aristos und Suzon vermitteln, welche als zweite Person vor 56 Tagen in den unbefristeten Hungerstreik getreten ist, ist so klar, wie der griechische Himmel zu dieser Jahreszeit: Entweder werden wir siegreich sein oder siegreich sein. Scheitern ist demnach keine Option und der verkündete Wille zum Erfolg richtet sich nicht am Schicksal des Einzelnen aus, sondern wird über Generationen gedacht und materialisiert sich in der realen Bewegung.

Wenn du es einmal über die viel befahrene Alexandras geschafft hast, am Fenster vorne links klopfst und Aristos auf eine Zigarette auf den Balkon kommt, erzählt er dir nicht umsonst von dem Wirken der kurdischen Revolutionär:innen im Gefängnis in Amed oder dem Widerstand der Falken der Berge, den Partisanen im Kampf gegen die Besatzung durch Nazi-Deutschland und ihre griechischen Kollaborateure. Auf den durch den Hunger eingefallenen Lippen wird die Geschichte lebendig und tritt in die Gegenwart, wenn seine braunen Augen zu leuchten beginnen.

Am vergangenen Montag, dem 138. Tag des Hungerstreiks, musste Aristos, der lediglich 35 Kilo wiegt, aufgrund einer Verschlechterung seines Zustands und der Ausbildung einer akuten Erkrankung des Zentralen-Nervensystems, ins Krankenhaus überbracht werden. Einen Tag später strömten tausende Unterstützer:innen des Projekts und der Hungerstreikenden zum Syntagma-Platz und zum Krankenhaus.

Zwei Tage nach Aristos‘ Einlieferung ins Krankenhaus verbreitete sich am Abend in Windeseile eine kurze Videosequenz, auf der Suzon den im Rollstuhl sitzenden Aristos umarmt, ihm über den Kopf fährt – We won! Am selbigen Abend hatte der attische Stadtrat nach Monaten der Untätigkeit, des Aussitzens und des Verhängens von Verboten der medialen Berichterstattung getagt und dafür gestimmt, dass die Forderungen der Widerständigen von Prosfygika erfüllt werden und die Pläne der Gentrifizierung erst einmal zum Stoppen kommen. Unterdessen ist der Zustand von Aristos weiterhin kritisch und er muss über eine Maske Sauerstoff bekommen. 

Egal was kommen mag, der Kampf wird nicht zu Ende sein. Dass er aufgenommen wurde und in dieser Etappe siegreich war, ist den Hungerstreikenden zu verdanken, die unter Einsatz ihres Lebens die Pläne zur Zerstörung der Community stoppen konnten und damit ein Signal entsenden, nämlich, dass wir durchaus in der Lage sind, Siege zu erkämpfen.

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Immer wieder stand die besetzte Community von Prosfygika im Fokus der Angriffe des griechischen Staats. Umringt von einem Hochhaus der Polizeidirektion Attikas, das zu Zeiten des griechischen Faschismus gebaut wurde und dem obersten Gerichtshof, stellt die Community eine Art Oase inmitten der weit vorangeschrittenen Gentrifizierung Athens dar. Im Sommer versammeln sich die Bewohner:innen und Gäste unter der Vielzahl von Bäumen zwischen den Häuserblocks, trinken Eiskaffee und kraulen die dicken attischen Katzen, die sich um die Beine schmiegen. Prosfygika ist dabei viel mehr als eine reine Nachbarschaft, sondern Ausdruck von dem Bestreben, sich gegen den griechischen Staat und seine Verstrickungen zur Wehr zu setzen. Das geschieht zum einen durch zahlreiche politische Plena, Selbstverwaltungsstrukturen aber auch durch die Präsenz bei kleinen und großen Mobilisierungen. Seit Monaten bereitet die Regionalattikas einen Großangriff auf das unbequeme Projekt vor. Ob der akuten Gefahr für Prosfygika ist Aristotelis Chantzis in den unbefristeten Hungerstreik getreten.


Hey, wir freuen uns, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Kannst du dich einmal unseren Leser:innen vorstellen? 

Mein Name ist Aristotelis Chantzis, ich bin 43 Jahre alt, gehöre zur Unterschicht. Ich bin Bewohner und Mitglied der Gemeinschaft der Besetzer:innen von Prosfygika in L. Alexandras und Mitglied der „Plattform der Konföderalistischen Union“.

Du hast beschlossen in den Hungerstreik zu treten, notfalls bis zum Tod. Warum hast du diese Entscheidung getroffen und was steht auf dem Spiel?

Die Gemeinschaft der besetzten Prosfygika wird angegriffen. Dieser Angriff ist Teil des allgemeinen Angriffs der herrschenden Klasse auf die Welt der Gemeinschaft, der Selbstorganisation, der Solidarität und des sozialen Widerstands. Es ist ein Angriff auf die Vision, die diese Gemeinschaft als alternatives Modell aufbaut. Im Kontext des derzeit stattfindenden Dritten Weltkriegs müssen wir uns so organisieren und handeln, dass wir den Kampf stärken, damit wir Teil der Lösung der Probleme sein können, die der Staat und der Kapitalismus der Menschheit auferlegt haben.

In Griechenland wie auch anderswo auf der Welt hat sich das Leben der untersten sozialen Schichten völlig verschlechtert. Das Gesundheits- und Bildungswesen wird nach und nach abgebaut und privatisiert, die Lebenshaltungskosten steigen rasant, die Arbeitslosigkeit ist hoch, und die Arbeitsbedingungen sind geprägt von unversicherter Arbeit, Prekarität, unkontrollierten – „flexiblen“ Arbeitszeiten und Todesfällen am Arbeitsplatz.
Griechenland mit seinen ständig wachsenden und modernisierten amerikanischen NATO-Stützpunkten ist ein fortgeschrittener NATO-Außenposten. Es ist ein riesiges Gefängnis und Lager für eine kontrollierte Arbeitskraft nach den Bedürfnissen Europas, ein riesiges Feld des Mordens an See- und Landgrenzen sowie ein Zentrum für die Versorgung Europas mit Energie und gleichzeitig eine Touristenattraktion. Unter diesen Umständen eskaliert die staatliche Repression gegen soziale Errungenschaften und sozialen Widerstand rapide.

Worin bestehen die Forderungen des Hungerstreiks?

Es geht darum, den Verlust eines weiteren befreiten Raums zu verhindern. Die breiten Massen müssen verstehen, dass der Angriff auf Prosfygika Teil des allgemeinen Angriffs ist, dem wir als Gesellschaften ausgesetzt sind. Prosfygika muss und wird eine organisierte Gemeinschaft bleiben. Unser alternativer Vorschlag für eine selbstorganisierte und selbstfinanzierte Instandhaltung und Restaurierung mit unseren eigenen Ressourcen und Mitteln muss bekannt gemacht und von allen unterstützt werden. Kein Bewohner sollte zwangsgeräumt werden, und wir müssen die soziale Legitimität und Anerkennung der Gemeinschaft und des Gegenmodells stärken.​​​​​​​

Die Forderungen dieses Hungerstreiks sind: Die sofortige Aufhebung des Vertrags durch die Region Attika; alle Einwohner:innen von Prosfygika sollen in ihren Häusern, an dem Ort und in der Gegend, in der sie leben und soziale, kulturelle und organische Verbindungen aufgebaut haben bleiben. Wir wollen praktische Garantien für die Renovierung von Prosfygika durch die gemeinnützige zivile Gesellschaft „Bewohner und Freunde von Prosfygika L. Alexandras A.M.K.E.“ mit eigenen Mitteln, das heißt keine öffentlichen Mittel für die Sanierung von Prosfygika.

Kannst du uns etwas zur Geschichte der besetzten Community erzählen?

Prosfygika ist ein 14 Hektar großes Stadtviertel mit acht Wohnhäusern im Bauhausstil mit insgesamt 228 Wohnungen, in denen etwa 400 Menschen leben. Es liegt im Zentrum von Athen, zwischen dem obersten Gerichtshof Griechenlands und dem Polizeipräsidium von Attika. Seit 2010 hat sich in diesem Viertel die Gemeinschaft der Besetzer von Prosfygika etabliert. Von ihr werden 22 Einrichtungen betrieben, die grundlegende Bedürfnisse erfüllen, wie Ernährung, Gesundheit, Kultur, Kunst, Kindererziehung, Sprachunterricht für Erwachsene, Kollektivierung und Stärkung von Frauen, Demokratisierung der Familie, technische Unterstützung für Wohnraum, individuelle Beteiligung an Gemeinschaftsangelegenheiten und eine Unterkunft für Krebspatienten, die im benachbarten Krebskrankenhaus behandelt werden. Die entscheidenden Gremien der Gemeinschaft sind die wöchentliche Vollversammlung, die autonome Frauenversammlung und die Plenarkonferenzen.

Die Funktionsweise der Gemeinschaft basieren auf den gemeinsam formulierten Grundsätzen und die Verfahren sind direktdemokratisch. Seit 16 Jahren beteiligt sich die Gemeinschaft mit ungebrochener Intensität an sozialen, klassenbezogenen und internationalistischen Kämpfen.

Prosfygika wurde ursprünglich in den 1930er Jahren gebaut, um Flüchtlinge aus Kleinasien unterzubringen. Die Häuser wurden den Geflüchteten nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern sie mussten dafür bezahlen. 1944 spielten der Ort eine wichtige Rolle in den Kämpfen der Partisanen gegen die griechische Bourgeoisie, die vom britischen Imperialismus unterstützt wurde.

Die Spuren von Kugeln und Granaten sind noch heute an den Gebäuden zu sehen. Ende der 1990er Jahre gab es Pläne, Prosfygika abzureißen, um ein Einkaufszentrum zu bauen. Die Bewohner wurden mit Zwangsenteignungen terrorisiert und die überwiegende Mehrheit verkaufte ihre Immobilien zu einem Drittel ihres tatsächlichen Wertes an eine öffentliche Behörde. Einige der ehemaligen Eigentümer blieben und wurden zu Hausbesetzern in ihren eigenen Häusern. Anfang der 2000er Jahre führten Anwohner, Organisationen und Vereine einen Rechtsstreit, um den Abriss dieser historischen Gebäude zu verhindern. Infolgedessen wurden die Prosfygika vom Obersten Gerichtshof aufgrund ihres architektonischen Stils (Bauhaus) als Kulturdenkmal und aufgrund der Spuren, die die Kämpfe vom Dezember 1944 hinterlassen hatten, als Denkmal der modernen Geschichte anerkannt. In dieser Zeit wurden die Häuser in Prosfygika von Menschen mit sehr unterschiedlichem politischen oder sozialen Hintergrund bewohnt. 

Unter diesen Umständen begannen verschiedene Kleindealer und Menschenhändler, Häuser zu besetzen. Die Polizei schaute einfach weg, um den Handel und die Labore zur Herstellung von Crystal Meth zu schützen. Einige der Hausbesetzer beschlossen, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen, gründeten ein Kollektiv und begannen, die Menschenhändler, die die besetzten Häuser an Flüchtlinge vermieteten, zu vertreiben. Gleichzeitig organisierten sie sich in einer Versammlung, wo sie beschlossen, dass die von ihnen bewohnten Häuser von der Versammlung verwaltet werden sollten. Die begannen, die Gemeinschaft aufzubauen, indem sie Land von der Mafia und Hausbesetzern befreiten, Strukturen zur Deckung der Grundbedürfnisse schufen und sich aktiv an der politischen Bewegung beteiligten. 

Es ist wichtig zu beachten, dass 2010 eine Zeit war, in der die griechische Gesellschaft ständig mit Massendemonstrationen, Volksversammlungen auf öffentlichen Plätzen und
Solidaritätsstrukturen beschäftigt war, Modelle, die auch während des Aufstands von 2008 entstanden waren. Die Gemeinschaft des besetzten Prosfygika ist Teil und Fortsetzung dieser Bewegung.

Kannst du uns was darüber erzählen, wie sich die Repression in Griechenland in den letzten Jahren entwickelt hat? 

Der griechische Staat befindet sich in einer neuen Phase der Aufrüstung seines Repressionsapparats und stützt sich dabei auf die Erfahrungen und das Fachwissen des westlichen Imperialismus. Er rüstet sein rechtliches Arsenal mit Gesetzen auf, die ausschließlich für diejenigen gelten, die Widerstand leisten, verlängert rachsüchtig die Haftzeit politischer Gefangener und hält sie, wenn sie freigelassen werden, in einem Zustand ständiger Geiselhaft, belastet Aktivisten mit Gerichtsverfahren, um sie finanziell auszutrocknen, versucht insbesondere junge Aktivisten mit präventiven Verhaftungen vor Demonstrationen zu terrorisieren, mit brutalen Angriffen auf radikale Demonstrationen wie denen zur Solidarität mit dem palästinensischen Widerstand am 7. Oktober 2025, zum Gedenken an den Anarchisten Kyriakos Xymitiris am 29. Oktober 2025 und den Marsch zum Gedenken an den anarchistischen Studenten Alexandros Grigoropoulos am 6. Dezember 2025. 

Gleichzeitig versucht der Staat, die vollständige Kontrolle innerhalb der Universitätsgelände durchzusetzen, während sie mit Räumungen und ständiger Polizeipräsenz einen massiven Angriff
auf besetzte Häuser, selbstorganisierte und befreite Räume startet. Das neue Strafgesetzbuch war der Höhepunkt einer ganzen Periode, die vor allem seit Beginn der Wirtschaftskrise begann. Das heißt, einer Periode, in der soziale Reche und Arbeitsrechte, die durch Kämpfe und Opfer errungen worden waren, von der herrschenden Klasse wieder weggenommen wurden, einer Periode, in der die Verfassung drastisch umgestaltet wurde – und die derzeit einer vollständigen Überarbeitung unterzogen wird – um den Interessen der Oligarchie, der USA, der EU und der NATO zu dienen. Es greift die Gesellschaft als Ganzes an, nicht nur organisierte Kräfte, und ebnet den Weg für Masseninhaftierungen mit schweren, nicht umwandelbaren Strafen, selbst für kleine Vergehen. Es führt einen Zustand des ständigen Notstands innerhalb der Gesellschaft und das Regime der Ära des Dritten Weltkriegs in Griechenland ein. Für detailliertere Informationen verweise ich auf eine Broschüre, die wir als Plattform der Konföderalistischen Union veröffentlicht haben.

Welche Interessen verfolgt die griechische Regierung mit dem Angriff auf Prosfygika?

Da das Projekt noch keinem Unternehmen übertragen wurde, sind vorerst die Region Attika, das Kulturministerium, die öffentliche Arbeitsvermittlung und in geringerem Maße auch die Verwaltung des Agios-Savvas-Krankenhauses direkt an der Neugestaltung von Prosfygika beteiligt.
Der Plan der Region Attika mit dem Mandat der Mitsotakis-Regierung ist es, das derzeit größte Sozialprojekt in Athen und ganz Griechenland und eines der größten in Europa zu demontieren. Das Mitsotakis-Regime betrachtet Prosfygika als einen politischen Gegner, den es zu vernichten sucht und als eine wirtschaftliche Möglichkeit, die es zu plündern und auszubeuten hofft. Die Sanierung von Prosfygika bedeutet explodierende Mieten und Lebenshaltungskosten in der gesamten Gegend und die Verfolgung von Dutzenden und Hunderten unserer Nachbarn, die sich die hohen Kosten nicht leisten können. Diese Situation wird nach und nach ähnliche Folgen in allen benachbarten Gebieten haben.

Wie habt ihr darauf reagiert?

Wir haben eine offene Versammlung einberufen, um Prosfygika zu verteidigen, was auf positive Resonanz stieß. Fünfhundert Menschen mit unterschiedlichem politischen und sozialen Hintergrund nahmen daran teil. Das ist ein guter Anfang, aber wir wissen, dass dieser Kampf noch lange dauern wird. Wir müssen betonen, dass wir, als wir von der bevorstehenden Razzia hörten, keinen Verteidigungsplan ausgearbeitet haben, sondern einen Gegenangriffsplan, der alle für ihre Verantwortung zur Rechenschaft zieht. Ich würde sagen, dass es noch zu früh ist, um Reaktionen zu sehen, die uns zu Schlussfolgerungen führen würden.

Glaubst du, dass ihr Erfolg haben werdet?

Entweder wir werden gewinnen oder gewinnen.

Wie können Menschen den Kampf der Gemeinschaft von Prosfygika unterstützen?

Dieser Kampf hat gerade erst begonnen, daher ist es am wichtigsten, das Bewusstsein für die Eskalation des Kampfes zu schärfen. Das Wichtigste ist, das Projekt, um das es geht, bekannt zu machen, nämlich dieses soziale Experiment und diesen alternativen Vorschlag für die Organisation der Gesellschaft.
Wir rufen die Menschen dazu auf: Prosfygika durch ihre physische Präsenz zu stärken, den Selbstverteidigungsplan der Nachbarschaft zu unterstützen und technische Arbeiten und Strukturen zu unterstützen. Wer kommen möchte, soll uns kontaktieren.1 


  1. Nehmen Sie Kontakt mit der internationalen Kampagne „Save Prosfygika” [save-prosfygika-
    internationalist@systemli.org ] auf, um aktuelle Informationen zu erhalten, damit Solidaritätsbewegungen
    aus dem Ausland mit der allgemeinen Kampagne koordiniert werden und somit effektiver sind.
    Unterstützen Sie die Forderungen der Gemeinschaft, die durch den Hungerstreik zum Ausdruck gebracht werden, indem Sie sich auf der folgenden Plattform registrieren:
    https://docs.google.com/forms/d/e/ 1FAIpQLSd8T48_gwpjHAIFwz5tAaS3ctqZ0s9fqCgAredKNnCQYSZWig/viewform
    Folgen Sie den Social-Media-Konten der Gemeinschaft E-
    Mail: sykapro_squat@riseup.net
    Blog: sykaprosquat.noblogs.org
    Instagram: @sykapro
    Twitter: @Prosfygika ↩︎

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