GET POST FORMAT

[Anmerkung der Redaktion am 13.04.: Omar Al-Bashir wurde am 11.04. vom Militär abgesetzt. Eine militärische Übergangsregierung geführt vom General Awad Ibn Auf wurde installiert. Am 13. April trat Ibn Auf durch Druck der Straße zurück – sein Nachfolger General Abdel Fattah Burhan hat die Regierungsgeschäfte übernommen. Die sudanesische Bevölkerung geht weiter auf die Straße – die Forderung bleibt eine zivile Übergangsregierung.]

Seit Mitte Dezember 2018 finden im Sudan fast täglich Demonstrationen statt. Anfangs wandten sie sich gegen steigende Lebensmittelpreise, doch schnell stand die Forderung nach dem Sturz des Regimes im Fokus. Am 6. April, dem Jahrestag eines vergangenen Diktatorensturzes im Sudan, fand ein Millionenmarsch in der Hauptstadt Khartoum statt, der schließlich in einer bis jetzt anhaltenden Dauerkundgebung vor dem Gebäude der Militärführung mündete. Samstagnacht wurde zum Generalstreik aufgerufen.

Der Autor hat Nasredin Abdalla Mahmoud, einen politischen Aktivisten aus Darfur, Sudan, bei der Solidaritätskundgebung am 6. April in Berlin getroffen und hat mit ihm über die aktuelle Situation im Sudan gesprochen.

(mehr …)
GET POST FORMAT

Die ablehnende Reaktion von Teilen der deutschen Linken auf die Sozialproteste der »gilets jaunes« ist nicht nur falsch – sie ist gefährlich

Seit dem 17. November brennt Frankreich. Zehntausende Demonstrant*innen, oft in gelben Signalwesten, legen das Land lahm. Der Protest, der sich zunächst gegen eine angekündigte Benzinpreiserhöhung richtete, wurde bald zu einer allgemeinen Revolte gegen die neoliberale Regierung Emmanuel Macrons.

Die Bewegung der »gilets jaunes« begann als eine spontanes Aufbegehren gegen ein ungerechtes Steuersystem: »Massenabgaben werden erhöht, die Reichen müssen kaum irgendwas zahlen« – der simple Grund der Empörung. Es kamen weitere Forderungen – etwa die nach einem Mindestlohn, der zum Leben reicht – hinzu. Eine Million Menschen unterzeichneten innerhalb kürzester Zeit die Online-Petition der Gelbwesten, viele tausend liefern sich Straßenschlachten mit der brutal vorgehenden Staatsmacht.

Eigentlich – so könnte man meinen – ein fixer Bezugspunkt für innereuropäische, linke Solidarität. Und vor wenigen Jahren hätten wir, wie bei den Krisenprotesten in Griechenland oder Spanien, sicher noch linke Soli-Demos in Berlin gesehen – wie klein und wirkungslos auch immer. Doch das Koordinatensystem vor allem der liberalen Linken in Deutschland hat sich verschoben. Aus dem Gefühl der eigenen Ohnmacht folgt die Angst vor Veränderung. Man traut sich nichts zu, also hängt man an der Illusion, der bürgerliche Staat möge wenigstens die dünne zivilisatorische Eisdecke nicht brechen lassen, die einem veganes Essen in der Uni-Mensa oder den Job als Redenschreiber im Bundestag ermöglicht. (mehr …)

Artikel

0 ... 12 von 735 gefundene Artikel

[Anmerkung der Redaktion am 13.04.: Omar Al-Bashir wurde am 11.04. vom Militär abgesetzt. Eine militärische Übergangsregierung geführt vom General Awad […]

Die ablehnende Reaktion von Teilen der deutschen Linken auf die Sozialproteste der »gilets jaunes« ist nicht nur falsch – sie […]

[Anmerkung der Redaktion am 13.04.: Omar Al-Bashir wurde am 11.04. vom Militär abgesetzt. Eine militärische Übergangsregierung geführt vom General Awad […]

Die ablehnende Reaktion von Teilen der deutschen Linken auf die Sozialproteste der »gilets jaunes« ist nicht nur falsch – sie […]

[Anmerkung der Redaktion am 13.04.: Omar Al-Bashir wurde am 11.04. vom Militär abgesetzt. Eine militärische Übergangsregierung geführt vom General Awad […]

Die ablehnende Reaktion von Teilen der deutschen Linken auf die Sozialproteste der »gilets jaunes« ist nicht nur falsch – sie […]

[Anmerkung der Redaktion am 13.04.: Omar Al-Bashir wurde am 11.04. vom Militär abgesetzt. Eine militärische Übergangsregierung geführt vom General Awad […]

Die ablehnende Reaktion von Teilen der deutschen Linken auf die Sozialproteste der »gilets jaunes« ist nicht nur falsch – sie […]