The kids are all red? – Interview mit Rote Jugend Deutschland

23. August 2026

Rote Jugend ist mittlerweile allen in der radikalen Linken ein Begriff. Für Außenstehende praktisch aus dem Boden geschossen undschnell gewachsen ist die Rote Jugend mehr als ein Internetphänomen, sondern als junge, kommunistisch orientierteBewegung auch auf der Straße, auf Konferenzen, Veranstaltungen, Aktionen und Camps präsent. Das Außenbild polarisiert mit kommunistischerÄsthetik, Kampfsport, Instagram-Reels mit Graffiti und Bengalos und marxistisch-leninistischer Theorie.

Die Organisation Rote Jugend Deutschland (RJD) hat sich während des Rollens der neuen roten Welle im Januar 2026 offiziell gegründet und gehört aktuell wahrscheinlich zu den am meisten Zulauf kriegenden Strömungen in der deutschen Linken. Wir wollten RJD besser kennenlernen und haben einen ihrer Aktivisten zu ihren Inhalten, Aktivitäten, Plänen und Kritiken befragt. Das Interview ist für RJD das erste dieser Art.


Wie ist Rote Jugend Deutschland entstanden? Wann habt ihr euch gegründet und warum habt ihr die Struktur aufgebaut?

Das ist eine gute Frage, aber nicht so einfach zu beantworten, weil wir nicht zu einem Zeitpunkt entschieden haben, dass es jetzt eine Rote Jugend Bewegung in Deutschland bräuchte und die dann aufgebaut haben. Sondern den Begriff „Rote Jugend“, „Rote Jugend Bewegung“ oder „Rote Jugend Deutschland“ benutzen wir auf drei verschiedene Art und Weisen. Erstmal benutzen wir den Begriff Rote Jugend stellvertretend für eine gewisse politische Sequenz, d.h. eine objektive Bewegung innerhalb der politischen Kräfte in der radikalen Linken. Wir sehen rückblickend, dass ungefähr ab 2008 mit dem G8-Gipfel der Marxismus-Leninismus wieder Einzug in die radikale Linke gefunden hat. Darüber schreibt z.B. J. Moufawad-Paul in „Die kommunistische Notwendigkeit“, dass grob zu dem Zeitpunkt wieder eine Form von primitivem Verständnis von Marxismus Einzug in die radikale Linke in den imperialistischen Zentren gehalten hat. Wir datieren rückblickend deshalb die Entstehung von dem, was wir Rote Jugendbewegung nennen, auf ungefähr diesen Zeitpunkt. Damals entstanden ungeplant und unbewusst die ersten Kollektive, die wir als Teil unserer Bewegung, als Teil unserer Geschichte, als Rote Jugend betrachten würden. Natürlich gibt es Organisationen und Gruppen, die schon älter waren. Aber ab diesem Punkt wurde auch als Korrekturbewegung angefangen, Elemente des Marxismus wieder mit der proletarischen und populären Jugendkultur zu verbinden und es hat ein neuer revolutionärer Aufbruch stattgefunden. Wir sagen deshalb retrospektiv, dass da die Rote Jugendbewegung entstanden ist. Das wusste damals nur noch keiner.

Wir haben aber gemerkt, dass man immer wieder Genoss:innen aus anderen Kollektiven, aus anderen Städten trifft, mit denen man dieselbe politische DNA teilt, auch wenn es natürlich auch Unterschiede gab. Aber das sind Kinder derselben Wut, das ist ähnlich, das ist mehr als nur eine zufällige Erscheinung, sondern es gab dieses Phänomen: Kollektive von jungen Genoss:innen bilden sich, verbinden den Marxismus mit revolutionärer Jugendkultur, haben inhaltliche Gemeinsamkeiten und bilden Zirkel und Kollektive, die aber damals oft noch lokal begrenzt waren und höchstens regionale Kooperationen hatten. Diese Rote Jugendbewegung, die es in der BRD seit den 2010er Jahren gibt, ist eine tatsächlich stattfindende Bewegung. Das ist nichts, was wir uns ausgedacht haben, sondern es ist passiert. Man will nicht sagen natürlich, aber organisch im Klassenkampf aus der Gesellschaft der BRD entstehen solche Kollektive.

Die gehen aber auch genauso schnell wieder kaputt. Die sind dann getragen von 1, 2 Chefinnen und Chefs und fallen diese weg, bricht das Kollektiv mehr oder weniger zusammen. Wir haben dann, nachdem wir länger schon gespürt und beobachtet hatten, wie verschiedene Genoss:innen in verschiedenen Projekten, verschiedenen Jugendgruppen, auch z.B. vom ehemaligen Jugendwiderstand, eine ähnliche Praxis und ähnliche Vorstellungen hatten, gesagt, dass diese Bewegung mehr werden muss, als die Summe seiner Teile. Und das haben wir Ende 2020 in manchen Städten dann theoretisiert. Es gibt gute historische Beispiele, wie aus Jugendorganisationen/-bewegungen auch fortgeschrittenere politische Formierungen entstehen können. Wir haben uns auf der Grundlage dann aufgemacht, diese rote Jugendbewegung zu vereinigen. Dafür war ein erster Schritt erst mal klarzumachen: Es gibt eine rote Jugend in Deutschland und du bist Teil davon. Wir haben einen Vereinigungsprozess der Roten Jugend begonnen mit verschiedenen anderen Jugendkollektiven, die es schon gab und zu denen wir Kontakt hatten. Dann haben wir versucht, Kontakte herzustellen, wenn wir gemerkt haben, dass wir inhaltlich ähnlich zu anderen Kollektiven sind: Wollen wir uns nicht verständigen auf ein Programm, auf gemeinsame Prinzipien und uns darunter dann organisatorisch vereinigen? Das hatte dann zur Folge, dass die Rote Jugend Deutschland als Organisation gegründet wurde. Sie ist letztes Jahr auf der LL-Veranstaltung öffentlich gegründet worden, hat aber schon vorher als Organisation bestanden unter einheitlicher Führung, unter einheitlichen organisatorischen und politischen Prinzipien, mit einer einheitlichen programmatischen Basis.

Das heißt: Es gibt die Rote Jugend als politische Sequenz, es gibt die Rote Jugend Deutschland als Organisation, und wir sagen aber auch weiterhin es gibt die Rote Jugend als Bewegung. Dieser Drang von jungen Proletarier*innen, von der Jugend aus dem Volk, von der radikalen Linken, diese Form von Politik zu machen und diese Praxis zu entwickeln, ist nicht an unsere Organisation geknüpft. Wenn sich in Buxtehude die Rote Jugend gründet, dann sagen wir: Natürlich seid ihr auch Rote Jugend, ihr seid auch von uns, ihr seid Teil unserer Bewegung. Dann probieren wir natürlich, die einzufangen und zu gucken, wie wir Unterstützung geben können. Deshalb sind wir glaube ich auch politisch ein bisschen ein Sonderfall, weil das Potenzial von dieser objektiv bestehenden Roten Jugendbewegung von keiner anderen Kaderorganisation erkannt wurde. Und wir haben gesagt, es braucht eine Kaderorganisation, es braucht die Kommunistische Partei in diesem Land, das war allen von Anfang an klar und dazu kann die Vereinheitlichung dieser Roten Jugendbewegung ein Beitrag sein. Da haben wir uns auch historische Beispiele genommen. Z.B. ist die Kommunistische Partei Vietnams aus einer Jugendbewegung entstanden, die Kommunistische Partei der Philippinen ist aus der Jugendarbeit entstanden und auch in der türkisch-kurdischen Linken war die Dev-Genç Föderation (Devrimci Gençlik, deutsch: Revolutionäre Jugend bzw. Föderation der Revolutionären Jugend der Türkei, Anm. d. Red.) in gewisser Weise Geburtshelferin für verschiedene revolutionäre kommunistische Parteien. Deshalb meinen wir, dass wir durch die Vereinigung der fortschrittlichsten Teile der Arbeiter:innenjugend einen Beitrag zum Parteiaufbau leisten.


Wie sieht denn eure Arbeit aus? Was sind eure Aktivitäten?

Ich fange mit den großen Floskeln an: Wir versuchen durch die Vereinigung und Vergrößerung der Roten Jugendbewegung den Marxismus in der Arbeiter:innenjugend zu verbreiten und damit einen Beitrag zum Parteiaufbau zu leisten. Das ist ein großes Wort, da kann man sich wenig drunter vorstellen. Unser USP (Unique Selling Point, deutsch: Alleinstellungsmerkmal, Anm. d. Red) ist sozusagen dieses Verbreiten und Vergrößern einer proletarischen Jugendkultur oder einer revolutionären Jugendkultur. Wir versuchen, durch verschiedene kulturelle Aktivitäten ein Gefühl von Solidarität, von Gemeinschaft zu vermitteln in einer Zeit, wo die Jugend immer mehr vereinsamt oder viele Beschäftigungsfelder relativ reaktionär sind – Drogenkonsum, frauenfeindliche Scheiße, irgendein Gangsterschmutz und so weiter. Es ist kein Geheimnis: Wir machen viel Sport zusammen und legen da Wert drauf, machen gemeinsame Bildung und natürlich sind wir auch in verschiedenen Feldern der politischen Widerstandsbewegung aktiv, also im antifaschistischen Kampf und durch die aktuellen Umstände auch im Bereich Antimilitarismus. In allen Städten, wo die roten Jugendgruppen Teil der Organisation sind, haben wir offene rote Treffen, wo jeder hinkommen kann. Da diskutieren wir aktuelle Fragen des Marxismus und machen sonst auch einfach viel politischen Aktivismus, wie man ihn aus der radikalen kommunistischen Linken kennt. Darüber hinaus versuchen wir aber auch von Seiten der Organisation Rote Jugend, unserer Bewegung etwas zurückzugeben. Wir versuchen, andere politische Kollektive, die entstehen, zu supporten, zu gucken, was brauchen die, wo kann man Tipps und Kniffe geben, wie kann man anderen Jugendgruppen helfen, auf eigenen Beinen zu stehen, damit das nicht mehr an einzelnen Leuten hängt. Wie kann aus dieser Bewegung mehr werden als die Summe ihrer Teile. Wir legen auch viel Schwerpunkt auf Antiimperialismus und Internationalismus.

Was wir anfangs dezidiert nicht gemacht haben, ist die klassische „Massenarbeit“, also in die Betriebe oder Stadtteile gehen. Da haben wir uns anfänglich sehr klar gegen entschieden, uns bewusst in unserer eigenen Schwäche. Wir waren aufgrund von Erfahrungen in anderen Projekten, aber auch aufgrund unserer eigenen offensichtlichen Begrenzung der Meinung, dass es ein bisschen verrückt wäre, wenn wir uns jetzt direkt als die großen Revoluzzer ins Volk stürzen. Entweder würde das dazu führen, dass wir mit der roten Fahne wedeln und hoffen, dass sich jemand verirrt, oder dass wir uns in betrieblichen Kämpfen relativ stark den Gewerkschaften unterordnen müssen, d.h. mehr oder weniger eine Tendenz zum Rechtsopportunismus entwickelt würden, weil wir als politische Formation einfach noch nicht stark genug sind und waren, die gewerkschaftlichen Kämpfe revolutionär zu begleiten oder zu führen. Oder wir würden einen wahnsinnigen Linksradikalismus machen nach dem Motto: Jetzt kommen hier mal die richtigen Revolutionäre und jetzt könnt ihr mal sehen.

Deswegen haben wir entschieden, dass für diese Arbeitsfelder, die sehr wichtig sind und wo andere Genoss:innen das auch sehr gut machen, wir als Bewegung, als Organisation uns noch entwickeln und wachsen müssen. Wir sind jetzt gerade an dem Punkt, dass wir an vielen Orten eine relative Stärke entwickelt haben und uns solche Kampffelder auch langsam erschließen und in Betracht ziehen müssen. Wir nennen diese Diskussion „Rote Jugend next level“, denn natürlich ist uns klar, dass Jugendgruppen, die coole Graffitis machen, stabil sind und Aura haben, nicht die ausreichenden Voraussetzungen für eine Revolution in Deutschland sind. Ansonsten machen wir Bildung, Liederabende, Solidaritätsaktionen mit Gefangenen, sind im Antifaschismus aktiv …


Wie bewertet ihr den aktuellen Stand der kommunistischen Bewegung in Deutschland?

Das ist natürlich die Frage des Maßstabs. Gemessen an den Notwendigkeiten natürlich schlecht. Wir haben keine große Verankerung des Marxismus in den Massen, wir haben keine kommunistische Partei, die ihren Namen verdient.

Auch die strategischen Überlegungen, wie der Klassenkampf in Deutschland dann konkret zu führen ist, sind innerhalb der kommunistischen Bewegung unterentwickelt. Es ist allen klar, dass es um die revolutionäre Linke, um die kommunistische Linke deutlich besser stehen könnte angesichts von Weltkriegsgefahr, faschistischer Tendenz im Staat und all den Schweinereien, die man sieht. Trotzdem beobachten wir in den letzten Jahren eine deutliche Vorwärtsentwicklung. Als ich mit Politik angefangen habe in der Roten Jugend, musste ich Hammer und Sichel verstecken, wenn ich mich in der linken Szene bewegen wollte. Mittlerweile sehen wir, dass die autonome oder postautonome Linke und dieser ganze liberale Bullshit ziemlich ausgespielt hat und dass die kommunistische Bewegung im Verhältnis viel stärker geworden ist. Genauso sehen wir innerhalb der kommunistischen Bewegung, dass mit vielen Unannehmlichkeiten gebrochen wurde. Wir erleben mit vielen anderen Organisationen eine Begegnung auf Augenhöhe. Ehrliches Interesse, voneinander zu lernen und auch Gedanken der Vereinheitlichung zu machen. Wir haben – das ist ja kein Geheimnis – ein sehr gutes Verhältnis zu verschiedenen anderen kommunistischen Organisationen, an denen wir sehr viel schätzen und an denen wir auch Kritik haben. Da wären z.B. zu nennen die Genoss:innen von Perspektive Kommunismus, die Genoss:innen von BDK (Bund der Kommunist:innen, Berlin, Anm. d. Red.), der Kommunistische Aufbau oder auch die Genoss:innen vom Aufbau Frankfurt, zu denen wir ein sehr solidarisches Verhältnis haben und mit denen wir auch Diskussionen auf Augenhöhe führen können. Wir erleben innerhalb eines bestimmten revolutionären Spektrums eine ehrliche Annäherung und ein ehrliches Zusammenarbeiten. Deshalb bin ich gerade, ob aller Schwierigkeiten, optimistisch was die Zukunft der Kommunist:innen in Deutschland angeht.


In welcher politischen Tradition verortet ihr euch? Welche organisatorischen, politischen Bezugspunkte in der Vergangenheit habt ihr als RJD?

Wir sind natürlich stolze autoritäre Linke (lacht). Da sind wir ehrlich. Manche Leute können uns Dogmatismus vorwerfen – wenn man ein Liberaler ist, erscheint das vielleicht so. Unser ideologisches Fundament ist der Marxismus-Leninismus, dabei sind wir aber explizit anti-sektiererisch. Das heißt wir betrachten den Streit um die richtige Linie und die richtige Anwendung des Marxismus in Deutschland nicht als einen Bücherstreit, sondern finden ihn gemeinsam in der Praxis raus. Unsere Organisation ist marxistisch-leninistisch, aber es ist kein Geheimnis, dass bei uns auch viele maoistische Genoss:innen organisiert sind. D.h. wir sagen nicht, diese eine Interpretation des Marxismus-Leninismus oder des Maoismus ist unser fester Bezugspunkt. Trotzdem sehen wir uns organisatorisch sehr klar in der Tradition der revolutionären kommunistischen Bewegung. Ein großer Bezugspunkt war z.B. immer die Kommunistische Partei der Philippinen. Auch andere Parteien aus dem maoistischen Spektrum. Aber wir sagen jetzt nicht: „Wir stehen in der Tradition der Achten Internationale so-und-so oder der KPD-XY“, sondern wir sind ein relativ organischer Zusammenschluss, der von null angefangen hat.
Natürlich – unsere historischen Vorfahren sind und bleiben die KPD, mit all ihren Fehlern. Aber wir haben nicht eine direkte Traditionslinie.


Wie hat sich die materielle Realität des globalen Kapitalismus und damit auch die Realität unserer Klasse im Vergleich zur Hochphase der Arbeiterbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts verändert? Was bedeutet das für die kommunistische Bewegung heute in Bezug auf Organisationsform und Strategie? Was sind Punkte, die man übernehmen kann, was sind Punkte, die man verändern muss in Bezug auf die heutige Realität?

Eine Analyse auf diese genaue Frage haben wir nicht. Die Veränderungen und auch die weiteren Beiträge zur revolutionären Wissenschaft des Marxismus seit den 1920ern sind so enorm und so viel, dass ich die nicht erschöpfend erschließen kann. Die proletarische Wissenschaft, d.h. der Marxismus, ist nicht 1917 stehen geblieben, sondern auch die Beiträge v.a. der chinesischen Sequenz unter Mao Zedong, aber auch der urbanen Guerilla in den Metropolen, der verschiedenen Volkskriege und nationalen Befreiungsbewegungen auf der Welt, als auch Beiträge der K-Gruppen und der Autonomen und deren Erkenntnisse, ob sie nun gut oder schlecht sind, müssen in den Kanon der revolutionären Wissenschaft aufgenommen und ausgewertet werden.

Wir können aber sagen, dass wir die Lesart von Revolution und auch der Oktoberrevolution als verkürzte Aufstandsstrategie ablehnen. Unabhängig davon, ob das damals so gewesen ist – was ich nicht so sehe, dass es einfach nur ein Aufstand als singuläres Ereignis war – betrachten wir mit relativer Einigkeit Revolution als einen langfristigen antagonistischen Prozess mit dem Staat. D.h. wir sagen nicht man muss Kräfte sammeln, sammeln, sammeln und dann macht man einmal das große Rambazamba. Das Wort Gegenmacht ist da eher eines, was ich verwenden würde. Es ist in der kommunistischen Bewegung in aller Munde, aber es gibt keine guten Analysen oder keine guten Ausführungen dazu, die mir bekannt sind. Aber wir würden schon eher mit so einem Begriff arbeiten. Aus den Erfahrungen der chinesischen Revolution und der darauffolgenden nationalen Befreiungsbewegungen und ich behaupte auch aus der Oktoberrevolution kann man sehen, dass die Revolution mehr ist als ein singulärer Akt, sondern eine Wechselwirkung wo Aufbau und Zerstörung vor dem Aufstand da sein müssen und auch danach noch.

Es gibt die Vorstellung, gerade bei orthodoxen Marxisten-Leninisten, von einer, wie ich finde, relativ bescheuerten Schule, man müsse Streik, Gewerkschaft und Generalstreik machen und dann stürmt man irgendwann die Polizeikaserne. Doch das war historisch nie so, und wird auch dazu führen, dass wir scheitern werden, wenn wir Revolution nicht als Prozess begreifen, der auch jetzt schon losgehen muss in verschiedenen Formen. Deshalb begrüßen wir Initiativen wie Stadtteilkomitees, Stadtteilgewerkschaften, Versuche, eine Gegenmacht der Arbeiterklasse aufzubauen. Das würden wir z.B. sagen, ist, was man aus dem Verständnis der 1920er auf jeden Fall mitnehmen kann. Auch die Erfahrung der Chinesischen Revolution mit dem Realsozialismus und dem aufkommenden Revisionismus sollte einem eine Lehre sein. Bei uns relativ durchgesetzt ist das Verständnis der Massenlinie von Mao. Die ganze Rote Jugend war ein Experiment zur Massenlinie. Das muss man alles berücksichtigen. Ich bin aber jetzt nicht gut genug vorbereitet, um das alles zu beantworten. Man kann uns viel vorwerfen, aber unsere Theorieproduktion ist alles andere als erschlagend (lacht).


Was braucht es heute für eine Politik in Deutschland, um die arbeitende Klasse zu mobilisieren und zu organisieren gegen Krieg, Krise und Kapitalismus?

Wenn ich es genau wüsste, dann wäre ich froh. Aber wir können schon, behaupte ich, aus den Erfahrungen des Proletariats international ein paar Größen festmachen, die es auf jeden Fall braucht. Es ist sehr zentral für uns, dass der wesentlichste Mangel weiterhin das Fehlen der kommunistischen Partei neuen Typs ist. D.h. eine Kaderorganisation von Revolutionären, die in der Lage ist, als strategisches Rückgrat und Gehirn der revolutionären Bewegung und auch der Arbeiterklasse zu fungieren, die es tatsächlich erstmal schafft, eine Strategie zu entwickeln. Du hast gesagt: „Die Arbeiterklasse organisieren und mobilisieren“ – das kann alles und nichts bedeuten. Das ist schon die Frage: Mit welcher Strategie, mit welchem Zweck organisiert und mobilisiert man? Es gibt immer wieder Kommunisten, die auf die Idee kommen zu sagen: Wir müssen mal die Arbeiterklasse organisieren, wir müssen mal in die Betriebe gehen. Ja, danke, aber damit ist leider noch wenig gewonnen mit diesem Abkürzen. Es braucht eine tatsächliche Analyse der ökonomischen Verhältnisse und auch der verschiedenen Segmente der Arbeiterklasse und eine daran gekoppelte Strategie. Ich würde die Behauptung aufstellen, dass eine proletarische Organisierung auch immer – nicht in der Hauptsache, aber in ihrer Essenz – antagonistisch und für die Klasse selbstermächtigend sein muss. D.h. sie muss auf der einen Seite antagonistisch sein und zumindest sehr vorsichtig mit der Frage, wie leicht sie sich in den bürgerlichen Staat integrierbar macht und muss auf der anderen Seite auch mit revolutionären Methoden Erfolge erkämpfen können. Sie muss es vielleicht nicht jedes Mal tun, aber in der Lage sein, Streiks auch eskalieren zu lassen oder auch andere Kämpfe in Betrieben zu führen, die gewerkschaftlich nicht abgedeckt sind. Ich kenne das von vielen Jobs von mir: Wenn dein Vorarbeiter ein Penner ist – dafür bräuchtest du eigentlich eine kommunistische Formierung, die sich darum kümmert. Du musst ja nicht sein Auto anzünden wie in Italien – in Deutschland würde es schon reichen, den mal anzuschreien. Du musst eine Form von Stadtteilarbeit machen, die tatsächlich dem Volk und der Arbeiterklasse eine Form von Gegenmacht gibt, die sich nicht darin verliert zu sagen: Wir fordern die Revolution sonst werfen wir hier die Scheiben ein, sondern die eine Keimform von Selbstermächtigung ermöglicht. Allerdings hat das Ganze leider im imperialistischen Zentrum, wo die Bourgeoisie sehr viel Hegemonie hat, auch sehr klare Begrenzungen.

Aber es braucht die kommunistische Partei; die muss in der Lage sein, Strategien zu entwickeln, das heißt sie muss in der Lage sein, den Marxismus wissenschaftlich betreiben zu können – nicht im Sinne von nur zu lesen, zu studieren und Analysen zu machen, sondern auch eine Praxis flächendeckend und organisiert durchzuführen und auszuwerten. Dazu wollen wir gerne einen Beitrag leisten, allerdings sind wir auch noch ein Haufen 20-Jähriger (lacht).


Was sagt ihr zur Kritik an roter Identitätspolitik? Glaubt ihr, dass das massenanschlussfähig ist? Wie wollt ihr von einer rot-identitären Jugendstruktur zu einer gesellschaftlich relevanten, in der Breite wirksamen Politik kommen?

Die Kritik ist nichts Neues für uns. Auf der einen Seite stimmt sie, auf der anderen Seite würde ich ihr auch widersprechen. Fangen wir mal hinten an. Die Massen als monolithisches Subjekt gibt es nicht. Es muss verschiedene kulturelle Ansprechformen für verschiedene Segmente der Massen und des Volkes geben. Ansätze, die versuchen, in ihrer Ästhetik, in ihrem Auftritt, in ihrer Propaganda alle Teile anzusprechen, sehen dann schnell aus wie das Material von der Bundeszentrale für politische Bildung und dann gefallen sie keinem mehr so richtig. Wir haben mit unserem Ansatz sehr klar ein kleines, aber klares Segment in den Massen als unser Zentrum ausgewählt. Das sind die revolutionären Teile der Jugend des Volkes und der Arbeiterjugend und wir machen unsere Massenarbeit in diesem Segment der Massen mit der kulturellen Ausdrucksform, die da funktioniert. Und wir können sagen: In diesem Segment der Massen sind wir anschlussfähig. Gerade weil wir viel Kulturarbeit machen, dieses ganze Graffiti, rote Fahnen, Kampfsport, das ist ja auch viel Kultur, reproduzieren wir aber natürlich eine Form von Subkultur. Eine proletarische Gegenkultur ist, solange das Proletariat keinen Staat hat, immer eine Subkultur, weil es eine dominante herrschende Kultur der Bourgeoisie gibt. Und diese Gefahr ist uns strategisch sehr bewusst. Das ist ein Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen. Wir würden aber sagen, dass man das nicht los wird, indem man einfach sagt: Das hört jetzt auf. Das Wollen ersetzt das Werden nicht. Stattdessen sagen wir: In diesem Segment der Massen können wir durch diese Form relativ erfolgreich Kräfte sammeln, um eine politische Formierung, die auch außerhalb davon wirken kann, zu stärken. Und es ist ja nicht nur Subkultur – wir sind eine politische Bewegung. Die Leute halten schon mit Absicht eine rote Fahne. Ein, zwei von denen haben sogar schon mal ein Buch gelesen. Und diesen relativ begrenzten propagandistischen, ästhetischen Ansatz erweitern wir auch. Wir werden diverser als Bewegung. Früher waren es wirklich oft nur deutsche junge Auszubildende, mittlerweile sind wir an manchen Orten ein bisschen diverser geworden und wir versuchen, unsere Kultur damit auch zu diversifizieren. Wir meinen aber, dass wir mit dieser Kulturarbeit einen Beitrag dazu leisten können, Genoss:innen, junge Menschen für den Marxismus zu begeistern und uns dadurch zu stärken, um auch andere Felder zu erschließen.

Das ist auch aus dem Gedanken entstanden: Bevor wir die Arbeiterklasse organisieren können, müssen wir erstmal lernen, uns selbst zu organisieren. Das heißt wir fangen erstmal mit Leuten an, die uns ähnlich sind – sehr bewusst, dass das nicht das Ende der Fahnenstange ist. Aber wir fangen mit uns an, mit dem, was nah dran an uns ist, mit den aus unserer Perspektive fortschrittlichsten Teilen der Massen, um uns daran zu stärken, zu konsolidieren und daraus expandieren zu können. Trotzdem kommt dabei auch immer wieder viel subkulturelle Politik heraus und das ist ein Spannungsfeld, was auch Gefahren birgt.

Es gibt in vielen Städten und Gruppen der Bewegung auch konkrete Projekte in die Richtung: Überlegungen, sich mehr in Arbeits- und gewerkschaftliche Kämpfe einzubringen oder auch in Stadtteilarbeit und da eigene Projekte und Läden hochzuziehen. Das sind Überlegungen, die wir haben. Damit du das vernünftig machen kannst, braucht es aber auch eine gewisse Grundlage. Das kannst du nicht machen, wenn du mit 6 Teenagern anfängst, sondern du brauchst ein gewisses Netzwerk, du brauchst eine gewisse politische Erfahrung. Uns ist auch bewusst, dass es in anderen Teilen des Proletariats anders läuft als bei uns, aber irgendwo muss man anfangen.

In Teilen der linken Szene begegnet einem immer wieder die Kritik gegenüber der breiteren roten Jugendbewegung, eine autoritäre Art der Organisierung und besonders patriarchal geprägtes „mackriges“ Auftreten zu vertreten. Was sagt ihr zu dieser Kritik?

Also der Punkt mit autoritär: Wir sind autoritäre Linke. José Carlos Mariátegui, ein peruanischer Kommunist aus den 20ern, hat mal gesagt: „Wenn die Revolution Gewalt, Autorität und Disziplin erfordert, dann bin ich für Gewalt, Disziplin und Autorität.“ Und es gibt die entsprechenden Texte von Engels – also den Vorwurf machen wir nicht mit. So, wir sind autoritäre Linke, wenn uns jemand fragt. Wir sind trotzdem ganz nette Leute, behaupte ich und fressen auch keine anarchistischen Genoss:innen. Im Gegenteil wir sind für spektrenübergreifende Zusammenarbeit von allen, die auf unserer Seite der Barrikade stehen.

Zum Vorwurf des Mackertums: Ich finde den Begriff „mackerig“ als politische Kategorie ganz schlimm. Ich habe ja vorhin schon gesagt, es braucht immer verschiedene kulturelle Ausdrücke derselben Inhalte. Wir behaupten, dass viele Teile der Arbeiterjugend und des Volkes sich auch mit vielen Ausdrücken der radikalen Linken nicht identifizieren können. Ich nenne es mal diese Kartoffelsacklinke oder Klimperlinke oder Stulpenträger oder so. Das ist kein Hate an die Leute – wem es gefällt, der soll das machen!

Wenn man uns kennenlernt, sehen wir auch nicht alle gleich aus, das ist schon auch ein Klischee. Aber wir sind einfach dafür, dass Genoss:innen Sport machen, dass Genoss:innen gesund leben und das darf man auch sehen. Und wir glauben, dass das eine Form von Außenwirkung ist, die auch ein anderes Bild von der kommunistischen Linken zeigen kann. Natürlich konvergiert das sehr stark mit patriarchalen Rollenbildern und Vorstellungen, aber patriarchalen Chauvinismus wird man nicht los, indem man die äußeren Erscheinungsformen davon bekämpft, sondern man muss schon mit den Genossen reden, um herauszufinden, ob die patriarchale Ansichten haben, gucken, ob die patriarchale Verhaltensweisen zeigen. Wir kriegen teils auch zu hören, wir sähen aus wie Nazis. Na ja, wir behaupten aber ganz andere Sachen als Nazis. „Deutsche Jugend voran“ haben die übrigens von uns geklaut (lacht).

Deshalb finde ich die Kritik nachvollziehbar und in Teilen trifft die auch einen Punkt. Aber wir sind proletarische Feminist:innen und würden auch viele Sachen, die in dem Diskurs firmieren, so nicht mitmachen. Es kann natürlich sein und ist auch vollkommen okay, wenn sich Leute davon nicht angesprochen fühlen. Dann sollen sie die Politik machen, von der sie sich angesprochen fühlen. Wir ermutigen Genoss:innen dazu, Sport zu machen, stark zu sein, gesund zu sein, aber das ist nicht geknüpft an Boxerschnitt oder ähnliches.

Wie steht ihr zu Stadtteilarbeit? Es gibt ja auch Kritik daran, die sagt, dass man sich auf die Betriebe konzentrieren sollte …

Ich habe, bevor ich meine Ausbildung gemacht habe, 3 oder 4 Jahre als Leiharbeiter gearbeitet in verschiedenen Betrieben, in Sektoren und Branchen, die nicht gewerkschaftlich organisiert waren und auch schwer gewerkschaftlich organisierbar sind aufgrund der Fluidität des Arbeitsmarktes. Du warst einen Monat da, einen anderen Monat dort, teilweise nur wenige Tage.

Im Stadtteil bleiben die Proleten länger wohnen. Deshalb ist die Stadtteilarbeit unbedingt notwendige Ergänzung zur Betriebsarbeit. Ich würde nicht sagen, dass sie wichtiger ist, sondern sie tatsächlich auf dieselbe Stufe stellen. Natürlich ist die Arbeit in den Betrieben und in den Gewerkschaften wichtig, aber der Stadtteil ist aufgrund der aktuellen Zusammensetzung und Bestandsaufnahme der Arbeiterklasse und vor allem der Teile der Arbeiterklasse, die am meisten Gründe zu kämpfen haben, essenziell. Die Leute sind nicht mehr konzentriert in Riesenbetrieben, viele Sektoren des Proletariats haben nicht mal richtige Arbeitsverträge, die ganze Schwarzarbeit auf den Baustellen, Home-Office, die Flexibilität durch Leih- und Zeitarbeit. Es gibt sehr viele Sektoren der Arbeiterklasse, die weniger in einzelnen Betrieben konzentriert sind. Deshalb glaube ich, Stadtteilarbeit ist essenziell. Da bin ich z.B. großer Fan von den Genoss:innen vom BDK.


Macht ihr Gewerkschaftsarbeit?

Nicht überall. Als Struktur sitzen manche Leute von uns auf den Gewerkschaftstreffen, auf den Treffen der Gewerkschaftsjugend. Das ist etwas, womit wir mal ein bisschen experimentiert haben mit mehreren Genossen, die in ihren Branchen Gewerkschaftsmitglieder sind. Aber noch nicht flächendeckend, noch nicht mit so hoher Priorität. Man hat in einem Moment der Schwäche halt die Gefahr des damit einhergehenden Ökonomismus und Reformismus, dass man inhaltlich degeneriert und zum Handlanger der Gewerkschaften wird. Es braucht Gewerkschaften, ich bin selber Mitglied. Wenn ihr das nicht seid, seid ihr dumm – werdet Gewerkschaftsmitglied, bringt euch da ein. Das ist wichtig, aber es ist halt nicht der Weisheit letzter Schluss.

Wir streben in mittelbarer Zukunft eine Debatte an, um uns da mehr Gedanken zu machen, wie denn Arbeit in Betrieben und Gewerkschaften aussehen kann. Viele von uns sitzen auf Treffen von Gewerkschaftsjugenden, von der DGB-Jugend, von der IG Metall-Jugend, von der IG Bau. An vielen Stellen pflegen wir da Kontakte und sind am Start. Aber wir würden uns jetzt nicht auf die Fahne schreiben, dass wir die großen Gewerkschafter oder Betriebskämpfer sind. Da sind wir noch nicht und da sind wir aber auch mit Bedacht vorsichtig.


Wie steht ihr zur Ausnutzung des Parlaments, Stichwort Kommunist:innen in der Linkspartei?

Wenn man mich fragt, was Kommunist:innen vom Parlament halten sollten, würde ich sagen: Abstand. Es wird sich im revolutionären Prozess zeigen, aber es gibt viele historische Erfahrungen damit, dass das immer nach hinten losgeht. Ich glaube, das liegt daran, dass der Parlamentarismus auch was mit dir macht. Es gibt bestimmt viele gute Genoss:innen der Linkspartei. Viel Glück auf dem Weg! Ich glaube, der ist aus Holz. Ich kann mir vorstellen, dass mit einer entwickelteren proletarischen Gegenmacht eine Form von anderer Auseinandersetzung mit den parlamentarischen Kräften notwendig ist. Das muss aber aus einem Moment der Stärke heraus passieren. Wir gehen nicht zur Wahl, wir haben Besseres zu tun. Das ist unsere Organisationsmeinung. Ich hab letztes Mal Linkspartei gewählt, hab mich richtig geärgert. Bisher immer Wahlboykott seit ich wählen darf und letzte Wahl hatte mich der Faschismus so weit, dass ich gewählt hab. Keine 3 Monate später kamen die Kriegskredite mit Zustimmung der Bremer Linkspartei. Nein danke. Also wir würden sagen, dass das meistens eine schlechte Idee ist.


Wo würdet ihr gerne in 3 Jahren sein?

Gerne im Kommunismus. Aber realistisch und als Struktur: Wenn sich die Klassenkämpfe nicht weiter in dem Tempo entwickeln und wir weiterhin in den nächsten 3 Jahren die relative Ruhe haben wie jetzt, dann würde ich mir wünschen, dass wir aus Perspektive der Roten Jugend es schaffen, mit den Spannungsfeldern, in denen wir uns bewegen, – Subkultur und Marxismus, Jugendmassenorganisation und Notwendigkeit einer Kaderorganisation – einen vernünftigen Umgang zu finden und politisch-ideologische Krankheiten abzulegen, die uns gerade noch begleiten.

Als Bewegung hoffe ich, dass wir weiter in dem Tempo wachsen, wie wir es gerade tun, und es weiterhin schaffen, so viele gute junge Leute zu erreichen und politisch einzubinden und da auch noch mehr Erfolge erzielen. Manchmal schaffen wir es immer noch nicht, Kollektive zu erreichen und zu organisieren. Ich hoffe, dass wir das hinkriegen. Für die kommunistische Bewegung hoffe ich, dass die revolutionären Teile der kommunistischen Bewegung es schaffen, sich zu vereinigen, in solidarischer Kritik und Selbstkritik ihre Schwächen gegenseitig zu bekämpfen und durch einen Zusammenschluss einen Beitrag, einen Sprung in der Frage des Aufbaus der Kommunistischen Partei zu leisten. Das ist nicht ganz unrealistisch, behaupte ich.


Die letzten Worte gehören euch.

Danke für das Interview ans Lower Class Magazine! Das war für uns das erste Mal in der Form und ich glaube, das merkt man auch. Es gibt immer so Mythen über uns und wir sind auch bisher nicht gut darin, unsere theoretischen und strategischen Gedanken nach außen zu kommunizieren. Das soll sich noch vor den nächsten 3 Jahren auf jeden Fall auch ändern. Es wird bald Veröffentlichungen zur Roten Jugendbewegung geben. Und sonst an alle jungen Leser:innen: Auch du gehörst zur Roten Jugend, Genoss:in. Werde aktiv, organisier dich. Jugend voran zur Einheit, Jugend voran zum Kampf.