Ende April sprachen die Widerstandsvernetzung Schweiz und das Rise Up 4 Rojava Netzwerk mit einer Vertreterin der PJAK über den Krieg und die damit einhergehenden Veränderungen in Ostkurdistan, dem Iran und dem Mittleren Osten.
Kannst du dich einmal unseren Leser:innen vorstellen?
Ich heiße Gulavêj Orîn und ich bin Medienbeauftragte der Partei für ein freies Leben in Kurdistan (PJAK). Die PJAK ist eine revolutionäre Partei, die für das kurdische und das iranische Volk kämpft.
Wie hat sich die Situation im Mittleren Osten nach Beginn des israelisch-US-amerikanischen Angriffs auf den Iran verändert?
Dieser Krieg war vorhersehbar, da im Nahen Osten von außen Veränderungen forciert werden. Im Zuge dieser Veränderungen muss im Rahmen der Abraham-Abkommen (Verhandlungen und Abkommen die seit 2020 zwischen arabischen Staaten und den USA / Israel getroffen werden. Syrien unter Assad und der Iran, sowie Teile des Iraks akzeptieren israelisch-US-amerikanischen Plan nicht, Anm.d.Red.) der Status quo der Länder in der Region, insbesondere des Iran, der Türkei und Syriens sowie des Irak, verändert werden. Der Widerstand der Menschen gegen diese Veränderungen und ihre Ablehnung des kapitalistischen Systems werden der Grund dafür sein, dass sich der Krieg ausweiten und verschärfen wird.
Die kapitalistischen Kräfte und globalen Großmächte wollen in der Region Veränderungen vornehmen, die ihren Interessen in den Bereichen der Energieversorgungsketten (Im Rahmen des G20-Gipfels 2023 wurde beispielsweise der Aufbau des IMEC-Korridors von Indien über den Mittleren Osten bis nach Europa angekündigt, Anm.d.Red.), um ihre globalen Versorgungswege zu sichern. Ihre Ziele beruhen auf ihren wirtschaftlichen Interessen. Das ist die eine Seite der Veränderungen.
Die andere Seite der Veränderungen ist, dass die Menschen – das iranische Volk, das kurdische Volk, das Volk Syriens, die Menschen der Region – diese Situation und den Status quo, diese Diktatoren, nicht akzeptieren. Das bedeutet nicht, dass die Völker der Region und die Großmächte ein gemeinsames Ziel haben; die Ziele der Völker unterscheiden sich von denen der globalen Mächte.
Welche Interessen verfolgen die Großmächte in der Region?
Weltmächte wie Amerika, Europa, sogar Mächte wie China und Russland – sie alle sind mächtige Nationen und haben wirtschaftliche Interessen in der Region. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es zwei Blöcke (Im Ersten Weltkrieg standen sich zwei Hauptbündnisse gegenüber: Die Mittelmächte (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich, Bulgarien) und die Entente/Alliierten (Frankreich, Großbritannien, Russland, später Italien, USA u.a.), Anm.d.Red.), aber das ist nicht mehr der Fall. Heute gibt es v.a. eine Kraft in der Region, die ihre Hegemonie stärken will: Anstelle des Iran und der Türkei, der beiden derzeitigen Hegemonialmächte, will der Westen die Hegemonie Israels etablieren, was seinen Interessen in der Region dient.
Eines der Länder, das am meisten eine Rolle in der Region spielen will, ist das Vereinigte Königreich. Großbritannien will nicht, dass sich der Status quo der Staaten in der Region ändert. Sie wollen, dass Länder wie Syrien gespalten bleiben, was bedeutet, dass sie in ihrem Dienst bleiben. Aus diesem Grund gibt es heute einen Widerspruch zwischen Großbritannien und den USA. Großbritannien hatte seit der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs, also während der Zeit des Schahs, einen großen Einfluss auf den Iran. Früher war der Iran zwischen Großbritannien und Russland aufgeteilt. Frankreich war ebenfalls beteiligt, aber Großbritannien und Russland waren die Hauptakteure. Insbesondere aus diesem Grund möchte Großbritannien irgendwie in diese Situation eingreifen. Nicht auf dieselbe Weise, wie die USA und Israel heute bombardieren und zerstören; Großbritannien möchte, dass der Iran so bleibt, wie er ist, aber wieder unter seinen Einfluss fällt.
Die politische Regierung im Iran existiert nicht mehr. Die Militärregierung wird weiter bestehen. Bis Anfang April war für den Iran die Möglichkeit eines Zusammenbruchs allgegenwärtig. Doch danach haben meiner Meinung nach China und Russland stark in den Krieg eingegriffen, damit die Straße von Hormus in ihren Händen bleibt und um das Gleichgewicht zu wahren.
Gleichzeitig nutzt China dies. Jetzt besteht das Gleichgewicht zwischen China, Russland und dem Iran einerseits und andererseits Israel, Amerika und den arabischen Ländern, die sich in den Krieg eingemischt haben. Aber sie werden diese Taktik der Unklarheit fortsetzen als psychologische Taktik, bis zum Ende des Krieges, bis sie den Regimewechsel, die Kapitulation des Iran, erreichen.
Der Iran hat Ende letzten Jahres bis in den Januar einen erneuten Volksaufstand erlebt. Die Situation im Land hat sich durch den Kriegsbeginn am 28. Februar geändert. Wie sieht eure Strategie des Widerstands in dieser Situation aus?
Der Iran ist ein altes Land. Der Staat ist alt, aber die Bewegung des Volkes ist noch älter. Vieles hat dort seinen Ursprung: Philosophie, Wissenschaft. Daher erheben sich im Iran alle 10 oder 20 Jahre iranische Bewegungen, Volksbewegungen. Nun haben sich Bewegungen anderer Nationen/Völker im Iran etabliert. Auch in den letzten Jahren sind viele linke Bewegungen, sozialistische Bewegungen und kulturelle Bewegungen entstanden. Sie sind unter den Kurden und anderen nationalen Gruppen entstanden. Es ist also nicht so, als wäre in den letzten Jahren plötzlich etwas Neues im Iran aufgetaucht. Im Iran ist die Tradition, die Kultur des Volkes älter als die des Staates. Der Iran ist ein alter Staat, aber die Kultur des Widerstands der Völker ist noch älter. Wenn sich also heute etwas erhebt, dann deshalb, weil es historische Wurzeln hat.
Im Iran sind die Mitra-Kultur, die zoroastrische Kultur, die Muttergöttin, die Kultur von Mani, die Kultur von Mezdek – wir sagen Mazi –, all diese sind älter als der Staat. Bevor sich der Staat auf dem Gebiet des Iran etablierte, waren dies alles revolutionäre Bewegungen. Mani und Mezdek bspw. waren revolutionäre Bewegungen. Der Zoroastrismus (Zoroastrismus ist eine Religion, die um die Bewegung Zarathustras entstanden ist, mit Zentrum im medischen Reisch / Persien. Die heilige Schrift trägt den Namen „Avesta“, Anm.d.Red.) zum Beispiel war eine Art Vorreiter dessen, hatte viele Facetten. Die Kultur von Mitra, der Muttergöttin, ist sehr alt. Der Staat existierte damals im Iran noch nicht. Und diese Kultur – okay, heute hat sich vieles geändert, die Form des Staates hat sich geändert, Gruppen von Menschen wurden zerstreut, aber diese Kultur bleibt bestehen.
In den letzten 100 Jahren gab es viele linke Bewegungen und Bewegungen, die sich angesichts der Staatsgründungen, die im Laufe des letzten Jahrhunderts in der Region stattfanden, formierten. Unter Kurden, Aserbaidschanern, Belutschen, Persern. Es gibt eine Tradition linker Bewegungen, sozialistischer Bewegungen. Die Tudeh war bspw. eine der größten. Es gab kurdische Parteien. Die Republik Mahabad (Die Republik Mahabad bestand 11 Monate bis zum 16. Dezember 1946, als die sowjetische Unterstützung wegbrach. Die Anführer wurden gehängt. Noch heute ist die Republik Bezugspunkt und Vorbild für Selbstbestimmung in Kurdistan, Anm.d.Red.) war ein Höhepunkt kurdischen Kampfes. Es gibt auch etwas ältere Geschichten, z.B. den Widerstand von Babek im Iran. Das sind alles Kämpfe nah und fern, linke, sozialistische, verschiedene Volksbewegungen. Und darunter auch der Kampf der Frauen. Das ist auch eine ganz andere Seite davon, ein anderes Kapitel. Da ist die Mitra-Kultur, die Kultur der Muttergöttin. Aus diesem Grund ist der Kampf der Frauen nicht wie anderswo. Frauen spielen eine führende Rolle im Kampf. Ja, vielleicht hat es viel Unterdrückung gegeben, aber in all den revolutionären Bewegungen und Kämpfen standen Frauen aufgrund dieser alten Kultur immer an vorderster Front, führten diese Kämpfe stets an.
Auch Religionen haben den Menschen gelehrt, gemeinschaftlich zu leben. Beispielsweise handelt es sich bei Mitra um eine Muttergöttin und um eine darum existierende frauenorientierte Religion und Kultur. Diese Kulturen sind nie ausgestorben. Ihr Einfluss war immer lebendig. Mitra, Mani, Mazdek – wir wissen viel über diese Bewegungen, die gegen das Persische Reich kämpften. In Mazdek waren Frauen stark involviert und führten diese Bewegungen an. Später (gab es) die Bewegungen von Babek und Remî. Die Geschichte des Iran ist voller Kämpfe und Widerstand der Menschen gegen den Staat und für ein gemeinschaftliches Leben. In all diesen Bewegungen waren Frauen in führender Rolle beteiligt uns die Kultur des frauenorientierten Lebensstils ging nie verloren. Im letzten Jahrhundert gab es verschiedene Republiken, Regionalregierungen und linksrevolutionäre Bewegungen. Mahabad, die Aserbaidschanische Sozialistische Republik (Ist hier Aserbaidschanische-Sozialistische-Volksrepublik gemeint?). Im Iran die Tudeh-Partei (Die 1941 gegründete, marxistisch-leninistische Tudeh-Partei spielte als Teil der Opposition zur Monarchie eine wichtige Rolle beim Sturz des Schahs Mohammad Reza Pahlavi 1979, Anm.d.Red.). Alle waren am Widerstand gegen den Schah beteiligt und sehr gut organisiert. In Kurdistan und Aserbaidschan waren Frauen beteiligt, nicht nur patriarchalische Organisationen. Wir haben diese Geschichte und Tradition des Kampfes und des Widerstands.
In der aktuellen Situation sagt das Volk, es wolle nicht das Regime von früher, das des Schahs, denn auch das war ein diktatorisches System. Das Volk kämpfte, stellte sich gegen den Schah – was war das Ziel? Ein demokratisches System, ein freies System und vor allem, dass das iranische Volk zusammenleben könne, die verschiedenen Nationen, Kurden, Perser, Aserbaidschaner, Belutschen, alle zusammen. Danach kam die Islamische Republik, ergriff die iranische Revolution und das iranische Volk und machte sie sich zu eigen. Das Volk wollte den Schah nicht, ebenso wenig wie die Islamisten. Es wollte eine Republik, die demokratisch ist.
Niemand hat Demokratie von neuem definiert wie Rêber Apo. Demokratie und Staat haben nichts miteinander zu tun. Eine Eigenschaft des Staates ist die Unterdrückung, die Spaltung der Völker und das Beharren auf einer einzelnen Nation. Begriffe wie Demokratie und Freiheit wurden oft vom Staat benutzt und systematisiert und somit ihre Bedeutung vereinnahmt. Diktatoren wie Saddam sagten, sie seien Sozialisten. Das Gegenteil ist der Fall. Eine Gesellschaft in der Frauen die Vorreiter und das Zentrum von Entscheidungen und Kampf sind. Dort gibt es die wahre Demokratie.
Wie sieht die Rolle der Frauen innerhalb eurer Organisation aus?
Der Name der Frauenbewegung innerhalb der PJAK ist KJAR, Komelgeha Jinên Azad a Rojhilatê Kurdistanê – Die Gesellschaft der Freien Frauen Ostkurdistans. KJAR ist der Schirm der Frauenorganisation. Wir haben gesellschaftliche, politische und militärische Flügel. Es gibt die militärischen Kräfte HPJ, Hêzên Parastina Jinên Rojhilat – Die Frauenverteidigungskräfte Ostkurdistans. HPJ ist an die militärischen Kräfte der YRK, Yekîneyên Rojhilatê Kurdistanê – Den Einheiten Ostkurdistans, angebunden. HPJ ist eine rein militärische Kraft. Wenn wir von militärischen Kräften reden, bedeutet das nicht nur Soldaten. Sie führen Krieg aber das grundlegende Ziel ist die Verteidigung der Gesellschaft und der Frauen. So wie Frauen sich selbst verteidigen, verteidigen sie auch ihre Gesellschaft. Deshalb sind KJAR und HPJ zwei verschiedene Organisationen. Doch innerhalb von PJAK und mit der YRK stehen sie in einer symbiotischen Beziehung. Sie sind miteinander verbunden, aber KJAR, organisiert ihre Arbeit unabhängig als Frauenorganisation. Sie kann die Entscheidung treffen Krieg zu führen, oder Frieden zu schließen. Sie kann entscheiden wie Frauen verteidigt und organisiert werden. All diese Entscheidungen sind unabhängig. Sie stehen aber in organisatorischer Beziehung zur PJAK. Beide dienen den Frauen und der Gesellschaft. Neben der autonomen Frauenorganisierung gibt es in der PJAK, nach den Vorschlägen Rêber Apos, auch das System der Ko-Vorsitzenden. Frauen, die das Amt der Ko-Vorsitzenden bekleiden, sind keine Assistentinnen. Ko-Vorsitzende können Entscheidungen treffen, etwa politische Entscheidungen über das Schicksal der Völker. Sie kann militärische Entscheidungen treffen. Als Systeme, die dem Vorschlag Rêber Apos folgen, ähneln sie sich in der Art der Organisierung.
Das System der Frauenarmee und der Frauenpartei gibt es so zum ersten Mal auf der Welt. Frauen sind zum ersten Mal eine unabhängige Armee. Ihr findet keine einzige autonome Frauenarmee und es gibt keine autonome Partei, die unabhängig ihre Entscheidungen trifft. Dieses System könnte in einem Land des Mittleren Ostens, in Afrika oder Lateinamerika aufgebaut werden. Es kann auch in Europa aufgebaut werden, das macht keinen Unterschied. Wir haben dieses System für uns als geeignet erachtet und davon Nutzen gezogen.
Wie hat die Organisation auf die Entwicklung der letzten Jahre im Mittleren Osten reagiert und wie ist vor diesem Hintergrund der Aufruf Abdullah Öcalans zur Auflösung der PKK zu betrachten?
Im letzten Jahr, seit dem 27. Februar, haben wir unsere Strategie geändert. In einer Welt, in der ständig Krieg herrscht und Männer ständig Krieg führen, ist eine sozialistische Armee, eine Frauenarmee, also eine Kraft von Frauen, die Frieden und ein Land demokratisieren und verwalten wollen von großer Wichtigkeit. Alle wollen uns als Terroristen abstempeln. Sie behaupten immer, dass wir Krieg wollen. Schon immer wurde das über Kurden gesagt. Es wurde immer gesagt, dass Kurden gut Krieg führen können. Auf einer Seite stimmt es, Kurden sind gute Kämpfer und kurdische Frauen haben bewiesen, dass sie gut kämpfen können. Aber hinter dieser Kriegsführung steckt ein Gedanke, eine Philosophie, eine Ideologie. Ein sozialistisches Land ist aber nicht mit Krieg aufzubauen.
Der sozialistische Kampf wird durch den gesellschaftlichen Kampf passieren. Eine demokratische Gesellschaft ist die Basis für das sozialistische Leben. Daran glauben wir. Rêber Apo sagte über den Slogan Jin Jiyan Azadî, dass er egal wo er hingelangt für Veränderung sorgen wird. Egal wen er erreicht, diese Person wird sich verändern. Und so war es auch wirklich. Wenn wir die Rojava Revolution und die Zukunft der Revolution im Iran nebeneinander betrachten, können wir sagen, dass die Rojava Revolution viele Vorteile hatte und wir viel von ihr lernen konnten. Sie war für uns eine große Kraft, besonders ihre Frauenrevolution. Diese Revolution ist sehr stabil. Sie steht auf festen Beinen.
Es kann sein, dass Krieg ausbricht und es Zerstörung gibt. Einige Kräfte wollen das so. Der Fall der Chomeini-Diktatur ist nicht nur der Verdienst eines amerikanischen Angriffs. Die Jin Jiyan Azadî Revolution hat die Großmächte dazu gezwungen schnell im Iran zu intervenieren. Dass diese Regierung nun dem Abgrund entgegengeht, ist der Verdienst des Jin Jiyan Azadî Slogans. Die Revolution in Syrien hat mit einem Volksaufstand begonnen, aber sie führte in einen langen Krieg. Die Revolution im Iran fing damit an, dass sich die Frauen erhoben haben. Frauen werden dieses Regime verändern. Das ist eine Tatsache.
Jin Jiyan Azadî ist eine gesellschaftliche Bewegung. In ihr sind nicht nur Frauen, sondern die gesamte iranische Gesellschaft. Es sind nicht nur Kurden, sondern alle Nationen des Irans. Kurden, Perser, Azeri und Belutschen und alle Teile der iranischen Gesellschaft. Studenten, Lehrer, alle marschieren unter diesem Slogan. Das ist sehr wichtig.
Seit der Jin Jiyan Azadi Revolution sind mittlerweile vier Jahre vergangen und die Karten haben sich neu gemischt. Welche politische Perspektive bestehen nun?
Wir sind keine externe Kraft. Wir sind nicht von außerhalb des Irans oder Ostkurdistans. Die am stärksten organisierte Kraft im Iran, in Ostkurdistan ist unsere Kraft. Es gibt viel Druck, aber im Volk ist unsere Idee bekannt. Sie wissen wie sie sich im Krieg verhalten müssen, wie sie sich verteidigen können und falls eine Leerstelle entsteht, wie sie schnell ihre Kommunen aufbauen und sich organisieren können. Wie sie ihre Stadt verteidigen, eine Stadt einnehmen und die eigene Stadt befreien. Das Volk hat dieses Wissen und wir sind mittendrin. Von Jin Jiyan Azadî haben wir gelernt, dass unser Volk dafür bereit ist. Das Regime hat starken Druck angewandt, Massaker verübt und viele Menschen getötet. Aber dieser Krieg wird dazu führen, dass dieses blutrünstige Regime schwach wird. Wenn dieses Regime schwach ist, wird es im entstehenden Chaos viele Gelegenheiten für Revolution geben. Wir glauben daran, dass das Volk bereit ist und wir selbst, als militärische und organisatorische Kraft sind auf dem iranischen und ostkurdischen Territorium präsent. Die kleinste Gelegenheit werden wir zur größten Revolution transformieren.
Das Regime möchte viele Menschen hinrichten. Doch es gibt eine Widerstandskultur und eine Streikkultur. Dies ist zuerst durch unsere Bewegung in den Gefängnissen des Irans entstanden. Auch früher wurde schon exekutiert und viele politische Menschen wurden hingerichtet. Aber es war das erste Mal, dass es so öffentlich wurde und starke Haltungen entstanden. Auch jetzt führen unsere politischen Gefangenen alle Kämpfe in den Gefängnissen an.
Wir tun was nötig ist, damit sich unser Volk organisiert und bereit ist, um in einer Kriegssituation handeln zu können. Es soll wissen was zu tun ist, wenn das Regime geschwächt ist. Wir warten nicht auf Trump oder Amerika. Es wird versucht uns so darzustellen, aber wir machen unsere Arbeit.
Über manche unserer Pläne können wir zurzeit nicht reden, da Krieg herrscht und um unserer Sicherheit und unserer Gesellschaft, besonders in den Städten, zu schützen.