Resistance and loathing after the Soma Massacre

somaprotest1It is now been four days after the Soma disaster, as the number of dead has rose to 292 (1). Turkey, yet again, has become the site of riots and demonstrations. While the unions made calls for a strike, coal workers all around the country were marching the streets, and thousands of people have again taken the streets in Istanbul, Tarsus, Izmir, Adana, Samsun and some districts of Istanbul where riots still continue such as Kadikoy, Taksim, Gazi Mahallesi.

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„Schicksal“ oder Mord?

somatitelNach einem technischen Defekt in einer Kohlemine sterben in der Türkei hunderte Arbeiter. Die linke Bewegung spricht von einem „Massaker“.

Soma, eine kleine Stadt in der Westtürkei, hat etwa 100 000 Einwohner und ein Kohlebergwerk. Letzteres wird betrieben von der Soma Holding, deren Vorstandsvorsitzender Alp Gürkan der Regierungspartei AKP nahesteht. Der Konzern hatte zuletzt immer weitere Einsparungen umgesetzt, man rühmte sich damit, die Kohle massiv verbilligt zu haben. Eine von der Oppositionspartei CHP angemahnte Sicherheitskontrolle wurde vor wenigen Wochen von Erdogans AKP abgelehnt, und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem „technischen Defekt“ sind – nach derzeitigem Stand 282 Arbeiter tot, die Zahl steigt aber permanent und über 100 gelten als noch vermisst. Unter den Toten befindet sich allem Anschein nach auch ein 15-jähriger, der in der Mine gearbeitet hat.

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[Istanbul Diaries VIII] „Mehr als ein Spiel“ – Die Ultras von KızılAslan

kizilaslan1Während des Juni-Aufstandes in der Türkei 2013 spielte die Präsenz von Fußball-Fangruppen eine große Rolle. Sie brachten der Bewegung eine ganz spezielle Dynamik und Bewegung und Fangruppen beeinflussten sich wechselseitig. Wir haben die Fangruppe „KızılAslan“ interviewt, um zu erfahren, warum sich diese Gruppe gegründet hat und um allgemein mehr über die linke Fanszene in der Türkei zu erfahren.

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[Istanbul Diaries VII] Türkische Polizei und Pressefreiheit

IMG_6360Wir waren ja nicht die einzigen Journalisten, die sich im Zeitraum um den ersten Mai in Istanbul aufhielten. Einige Freunde aus Frankfurt waren auch da, sie arbeiten gerade an einer Video-Dokumentation. Das wiederum gefiel Erdogans Schlägerbande nicht, also gerieten sie in den Fokus der Zivilpolizei. Wir dokumentieren das Gedächtnisprotokoll der Genossen.

Der 1. Mai 2014 begann für uns schon am 26.04.2014. Wir sind nach dem Geziprotest erneut nach Istanbul gereist um eine Doku über den Einfluss der Geziproteste auf die türkische Gesellschaft zu drehen. Im Rahmen dessen haben wir einige Termine mit verschiedenen Menschen vereinbart, die wir Interviewen wollten. Sei es IHD (Menschenrechtsverein), CHD (Anwälte), Gewerkschaften (DISK und KESK), Journalisten, Parteien wie die BDP, HDP, CHP, TGB – und natürlich auch die revolutionären Gruppen.

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[Istanbul Diaries VI] Hinter den Barrikaden

Der erste Mai in Istanbul. Einige Bemerkungen und Tipps zur Straßenmilitanz

IMG_6428Wir haben auf den Seiten unseres schmucken Magazins sehr oft über die politische Situation in der Türkei und die Gründe, warum hier nicht erst seit Gezi viele die Schnauze voll haben, geschrieben. Weil das so ist, dürfen wir für das folgende einfach voraussetzen, dass wir uns alle einig sind, dass Widerstand in diesem Land legitim ist, und er notwendiger Weise militant sein muss, da zumindest in diesem Staat ansonsten nichts zu erreichen ist. Was im allgemeinen gilt, gilt auch für den ersten Mai. Die türkische Regierung hat ihn verboten und die gesamte Stadt zu einer quasimilitärisch besetzten „Gefahrenzone“ gemacht.

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[Istanbul Diaries IV] Bild einer besseren Zukunft

Selbstorganisiert produzieren ist schöner und bringt allen was. Zu Gast bei Kazova Tekstil in Istanbul

Kazova1Keine zwanzig Minuten von Taksim entfernt, in der Hanimefendi-Straße im Stadtteil Sisli, gibt´s einen schönen Klamottenladen. „Diren Kazova“ steht über dem Schaufenster, die Inneneinrichtung würde jeden stilbewussten Berliner Hipster euphorisieren. Der Boden ist mit großen Pflastersteinen ausgelegt, an der Wand kunstvolle Kollagen und Bilder. Verkauft werden Frauen- und Männershirts, Pullover, Strickwesten, Sweater.

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[Grüße aus dem Binnenland V] Industrie halt’s Maul!

Ibad-capitalistn Österreich stehen wir dank der wunderbaren Politik größenwahnsinniger Rechtsradikaler (Verkauf der Hypo-Alpe-Adria-Bank inkl. großzügiger Haftungen für faule Kredite), gepaart mit neoliberalem Irrsinn (endlose „Rettung“ dieser Bank mit Milliarden an Steuergeldern) vor massiven Kürzungen wegen leerer Staatskassen. Denn wenn kein Geld mehr da ist, überlegen sich moderne PolitikerInnen von heute nicht Wege, dieses von dort zu holen, wo es ist, also etwa durch Vermögenssteuern oder Erhöhung von Körperschaftssteuern. Das ist weitgehend tabuisiert und wird auch in den meisten Medien-Kommentaren nicht einmal mehr angedacht. Nein: wenn die Kohle fehlt, dann wird bei denen gekürzt, die sich nicht wehren können oder dies verlernt haben.

 

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Montagsdemos – Der Faktencheck

Endlich, es gibt eine neue Bewegung in Deutschland. Die sogenannten Montagsdemos. Hierarchiefrei, parteilos, nicht links, nicht rechts. Was fordern sie? Nur Frieden und dass sich alle Menschen lieb haben sollen. Toll, oder?

FedholzNaja, vielleicht nicht ganz so toll. Angestoßen von einer sich „Anonymous“ nennenden Internetseite, die einen deutschnationalen, verschwörungstheoretischen Videoaufruf in rechter Pathos-Ästhetik auf Facebook postete, ist die neue Friedensbewegung vor allem eines: Eine neu erschlossene Öffentlichkeit für Rechtsesoteriker, neoliberale Chauvinisten und die, die glauben, der Umstand, dass die modernen kapitalistischen Gesellschaften so scheisse sind, habe seine Ursache darin, dass „eine Hand voll Leute“ im „Hintergrund“ die „Strippen“ zieht. Wir haben uns durch die Foren gequält und die Texte der bekanntesten Redner gelesen. Einige „Thesen“ kommen immer wieder vor, wir stellen sie euch vor.

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[Istanbul Diaries III] Staatsfeind Brot

60 Menschen werden verhaftet und zusammengeschlagen, weil sie auf dem Taksim-Platz gegen den Polizeimord an einem Fünfzehnjährigen protestieren wollten

berkinbrotGestern Nachmittag war es das Buch. Eine Hundertschaft von Zivilpolizei drangsalierte einige Dutzend Menschen, die zum öffentlichen gemeinsamen Lesen und Bücherverschenken zum Istanbuler Taksim-Platz gekommen waren. Jeder, der ein Buch bei sich hatte, wurde aus dem Gezi-Park vertrieben. Wenige Stunden später, gestern Abend, wurden Brote der inkriminierte Gegenstand, den man auf dem Taksim nicht bei sich führen durfte, wollte man nicht festgenommen werden.

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