Kein ruhiges Hinterland

Antifa in den Kleinstädten Griechenlands

Stock, Helm, gute Laune: Oldschool-Antifa-Demo in Kavala, Griechenland
Stock, Helm, gute Laune: Oldschool-Antifa-Demo in Kavala, Griechenland

Die Krise hat Griechenland weiterhin fest im Griff: Nach offziellen Statistiken ist nach wie vor jeder dritte Grieche arbeitslos. Für viele Menschen ist das tägliche Überleben nach den umfassenden staatlichen Kürzungsmaßnahmen bei gleichbleibenden oder sogar steigenden Lebensmittelpreisen zum Kunststück avanciert. Gleichzeitig versinken weite Teile der Bevölkerung angesichts der Wirkungslosigkeit der inzwischen verbotenen Generalstreiks in ängstliche Apathie. In dieser Situation sehen viele Menschen in der neuentstandenen sozialdemokratischen Syriza-Partei, oder aber auch in den griechischen Neo-Faschisten von Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) eine Alternative zu den etablierten Parteien.

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[Grüße aus dem Binnenland XIII] Staatsanwalt und Nazis Hand in Hand

aaktionIn Wien hat der Prozess nach dem Neonazi-Angriff auf das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) begonnen. Zur Erinnerung: im Oktober 2013 drangen mehrere Personen aus dem Umfeld des rechtsradikalen Austria-Wien-Fanclubs „Unsterblich“ ins EKH ein und attackierten Teilnehmer einer Sitzung der Gewerkschaftsfraktion „Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International“ (KOMintern), die in den Räumlichkeiten des migrantischen Vereins ATIGF stattfand. Die Angreifer konnten aus dem EKH geworfen, verfolgt und einige von ihnen festgehalten werden, bis die Polizei eintraf. [Grüße aus dem Binnenland XIII] Staatsanwalt und Nazis Hand in Hand weiterlesen

„Hier gibt es keine Gerechtigkeit für Hasan“

Aktivisten in Istanbul fordern Gerechtigkeit für Hasan Ferit Gedik
Aktivisten in Istanbul fordern Gerechtigkeit für Hasan Ferit Gedik

In Istanbul hat der Prozess gegen die Mörder eines kommunistischen Aktivisten begonnen.

Zwei Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Polizisten in Kampfuniform, ausgestattet mit Maschinengewehren – Die traurige Bilanz eines Mittwochs in Istanbul. Doch wofür das alles? Sieben Personen sitzen friedlich am Rande der Istiklal, der Haupteinkaufsstraße Istanbuls. Niemand von ihnen erweckt den Anschein etwas im Schilde zu führen. Sie alle sind Freunde Hasan Ferit Gediks, der am 29. September 2013 erschossen worden war.

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[Szenetagebücher – Episode III] Hallo, wir sind´s, die Guten

Fährst du zur Arbeit, zünd´ ich Dir die S-Bahn an. Kritik einer  entgleisten Form von Militanz

feuerundflammeEs ist nicht das erste Mal, dass einige Autonome meinen, einen Stromverteiler der Berliner S-Bahn anzünden zu müssen, um den „Normalbetrieb“ zu stören. Bereits im Mai 2013 fand eine derartige Aktion statt, vorgestern nun wieder. Ich will zwei Dinge vorweg schicken: Erstens, ich finde Militanz für eine radikale Linke unerlässlich. Zweitens: Militanz hat gewisse Kriterien zu erfüllen, will sie beanspruchen können, ein ernstzunehmender politischer Akt zu sein. Diese Aktion tut das nicht. Die Aktion – und mit ihr ihre Begründung, die immer notwendig ein Teil der Aktion ist, ja ohne die (egal ob sie explizit geäußert wird, oder implizit in der „Tat“ enthalten ist) die Aktion sinnlos ist – ist kontraproduktiv und schlecht begründet.

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Hört das Senats-Theater nie auf?

IMG_8812Wieder betrügt und demütigt der Berliner Senat Flüchtlinge. Wieder will keiner von den Polit-Arschlöchern dieser Republik die Forderungen der Refugees hören. Wieder soll ein massives Polizeiaufgebot das absichern. Und wieder erweisen wir uns zu schwach, dem etwas entgegenzusetzen.

Seit knapp zwei Jahren protestieren Geflüchtete aus dem ganzen Bundesgebiet gegen die deutsche Praxis der Residenzpflicht sowie gegen die Pflicht, in Wohnheimen leben zu müssen. Auch wenn die diversen Betreiberfirmen das Wort „Lager“ nicht gerne hören, so handelt es sich in den meisten Fällen genau um solche. Weit ab vom Schuss, ohne Kontaktmöglichkeiten zur normalen Bevölkerung, mit abgepacktem Plastikessen und ohne Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Endeffekt sind die Zustände dort nicht viel besser, als in einem regulären Gefängnis, was dann wiederum die Frage aufwirft, warum das so sein muss. Hört das Senats-Theater nie auf? weiterlesen

Rassenkrieg für Europas Werte

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Runen, Hakenkreuze, Waffen – Screenshot von der Facebook-Seite eines „Azov“-Kämpfers

Die internationalen Unterstützer der ukrainischen Faschisten – eine Tour durch das soziale Netzwerk des „Azov“-Bataillons.

Olga S., eine Italienerin mit weißrussischen Wurzeln, kämpft für Europa. „Auf Wiedersehen, Feinde Europas“ steht auf einer Grafik, die einen spartanischen Kämpfer mit Axt und Schwert zeigt. Neben diese hat sie eine andere Grafik gepostet, die eine U-Bahn zeigt, in der People of Coulour sitzen. „Verschiedenheit = Genozid an den Weißen“ und „Zerschlagt den Kulturmarxismus“, sagt die Bildunterschrift.

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The divided republic

QDcVs8wA sense of disquiet has taken hold in Istanbul over recent days. The sky is overcast, lightning flashes and thunder roars as people seek shelter in the shops and passageways of the metropolis. A storm is brewing.

I have now been here for almost exactly a week. Istanbul, with its 14 million inhabitants, is Turkey’s nucleus and showpiece: the centre for culture, commerce, media and finance. The city pulsates, polarises and fascinates. It was, of course, an easy decision for me to spend two months here, getting an authentic glimpse of Turkey, its inhabitants, its culture and especially its politics.   The divided republic weiterlesen