Johels Bruder

Irgendwo in Honduras sitzen wir, in einer hässlichen Stadt, die nur existiert, weil sich hier zwei Nationalstraßen kreuzen. Wir sitzen draußen vor dem Haus auf einer provisorischen Holzbank, kiffen und hören Gangsterrap. Es ist keinesfalls kalt, nur ein bisschen Wind weht. „Das erinnert mich immer an die Züge“, sagt Johels Bruder. Wir sprechen Spanisch, auch wenn er immer wieder ein paar Sätze Englisch einwirft. „Das Lied erinnert mich an die Züge.“ „Welche Züge?“, frage ich. „Hast du noch nie von den Zügen gehört, im Fernsehen? Die nach Norden fahren? Ab Mexico fahren sie.“

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Aufbruch in den Abgrund

Einschätzungen und Eindrücke aus der Ukraine

Wir waren ja nur kurz da, aber haben viel erlebt. Viele Gespräche geführt, mit Befürwortern und Gegnern des Aufstandes, der vergangenes Wochenende den vormaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch zur Flucht veranlasste. Wir haben viele Nazis und Faschisten getroffen, viele „normale Leute“ auf beiden Seiten, einige Wissenschaftler und Intellektuelle und sehr wenige (aber immerhin) Linke. Was sich ergeben hat, kann man hier lesen.

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Hello Daddy? Is this the end, daddy?

After a series of voice recording leaks of Tayyip Erdogan, which included the prime minister giving orders to a news director (alo faith) to remove some news that are not to his taste and briefing him on what to write, and another recording in which his son Bilal Erdogan is making fantastic deals with some businessman involving gigantic amounts of money, today a new one (1) is released by Cemaat brothers where a father and a son (surprise! Bilal and Tayyip Erdogan!) is discussing on the über protected phone line about where to hide the money that they siphoned off from the people which they are not even able to quantify but rather talk about in ‘volumes’ , ‘’This is taking too much space, daddy. Where should I hide them, daddy? Ohh too much, how will I transfer it, daddy??’’).

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Erbfeinde vereint in der Schutztruppe

Am Mittwoch haben sich in Paris die Regierungschefs, Verteidigungs- und Außenminister Frankreichs und der BRD getroffen, um eine engere Zusammenarbeit im Bereich „Verteidigung“ zu beraten. Wie zu erwarten, ging es dabei vor allem um den Ausbau bestehender Auslandseinsätze der Armeen beider Länder; schließlich heißt „Verteidigung“ im EU-Sprech nichts anderes als die Sicherung von Rohstoffen für europäische Mächte in aller Welt mit allen Mitteln – derzeit etwa am Hindukusch oder in Mali. Und genau in letzterem westafrikanischen Land soll nun die „deutsch-französische Brigade“ eingesetzt werden.

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„Change your mind“

Über The MOVE, Tierrechte und wieso die US-Regierung 1985 ein Wohnhaus in Philadelphia bombardierte. Interview mit Alberta und Ramona Africa

1985 ließen die Bullen in den USA 4 Kilogramm C4 aus einem Helikopter auf ein Wohnhaus in Philadelphia fallen. 65 Häuser wurden durch die Detonation beschädigt, 11 Menschen starben, fünf davon Kinder. Ziel dieses barbarischen Akts völligen Wahnsinns waren Mitglieder der afroamerikanischen Organisation The MOVE, die sich in dem Haus aufgehalten hatten. MOVE ist eine anarcho-primitivistische Gruppe, die Tierrechte und Befreiungskampf zusammen denken und nach einem Konzept ihres Gründers John Africa leben will. Mary Mibbles hat für lower class magazine Ramona Africa, eine der zwei Überlebenden des Bombardements von 1985 und heute Sprecherin von MOVE, und Alberta Africa, die Witwe John Africas, getroffen und mit ihnen gesprochen. Das Interview in einer gekürzten Fassung könnt ihr hier lesen.

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Refugees Welcome!

In Berlin streikten heute Schülerinnen und Schüler für die Rechte von Geflüchteten.

Wetter toll, Leute da, Stimmung kämpferisch, Bullen in Divisionsstärke angerückt – alle Voraussetzungen für eine gelungene Demonstration waren gegeben, als heute gegen 10 Uhr die ersten SchülerInnen vor dem Berliner Roten Rathaus ankamen. Ein Bündnis aus linken Gruppen und SchülerInnen-Initiativen hatte aufgerufen, im Mittelpunkt stand die Solidarität mit den Kämpfen der Flüchtlinge, die derzeit in vielen Ländern Europas für ihre Rechte kämpfen.

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[Grüße aus dem Binnenland II] Wessen Lehre?

Viel ist in Österreich derzeit von den Ereignissen des Februar 1934 die Rede. Damals leisteten ArbeiterInnen bewaffneten Widerstand gegen die Faschisierung Österreichs unter dem autoritären Regime des christlichsozialen Kanzlers Engelbert Dollfuß. Militär, Polizei und faschistische Heimwehr gingen gemeinsam gegen die widerspenstige ArbeiterInnenschaft vor. Deren sozialdemokratische Führung war zu unentschlossen und zu feige um den revolutionären Aufbruch ihrer Basis weiterzutragen. In Folge wurde der Aufstand binnen weniger Tage blutig niedergeschlagen, der Etablierung des austrofaschistischen Ständestaats stand nichts mehr im Wege.

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