Archiv der Kategorie: Deutsch

[Leckeres Buch] Dänemarks politische Bankräuber

Weil ich früh begonnen habe, den Kapitalismus total scheisse zu finden, und mir Arbeiterklassensozialisierung und ein eher aufbrausendes Temperament eine intuitive Abneigung gegen jede Form des braven parlamentarischen Linksseins vererbt haben, kenne ich alle bewaffneten Gruppierungen, die je versucht haben, mit Kalaschnikow und Antiimp-Erklärungen den Sozialismus, Kommunismus oder die Anarchie herbeizugewalten. Dachte ich jedenfalls bis vor kurzem. Von einer habe ich nämlich bis vor drei Wochen noch nie gehört: Der dänischen Blekingegade-Gruppe.

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Kneipengespräche (I): Nach den Sternen greifen

Wer mit offenen Augen durch die Straßen von Wien geht, dem ist es vielleicht schon aufgefallen. Seit Monaten stehen in einigen Bezirken der österreichischen Hauptstadt auffallend viele abgegraste Mercedes herum. Dicke Autos, rücksichtslos ihres auf der Kühlerhaube prangenden Sterns beraubt. Herzlos abgerissen von – ja von wem eigentlich? Wer macht denn so was? Und warum?

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Europas neue Kolonialkriege

Die politischen und militärischen Spitzen des Friedensnobelpreisträgers Europäische Union beraten derzeit darüber, Frankreichs Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) zu unterstützen. Eine weiter Eskalation des Konflikts in der ehemaligen französischen Kolonie wäre durch das Eingreifen weiterer europäischer Länder vorprogrammiert. Beim EU-Außenministertreffen am 20. Januar soll eine Entscheidung fallen, ob der Wunsch des französischen Präsidenten Francois Hollande nach EU-Unterstützung des französischen Einsatzes erfüllt wird.

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U-Bahn-Schläger in Uniform

Wer in Istanbul Taschentücher in der U-Bahn verkauft, muss damit rechnen, erschlagen zu werden. Ein Augenzeugenbericht.

Man kann es frei heraus sagen: In den allermeisten Fällen sind Menschen mit Uniform, wenn sie nicht im Krankenhaus arbeiten oder in der Guerilla kämpfen, riesige Arschlöcher. Security-Guards gehören zu den Arschlochigsten in dieser an Arschlochhaftigkeit reich gesegneten Gattung. Sie glauben, weil sie irgendeinen lächerlichen Fummel tragen, ist alles, was sie tun von irgendeinem heiligen Gesetz gedeckt. Verantwortung tragen sie sowieso nie für ihre Taten, denn das alles sei eben ihr Job.

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My Class My Pride

Wir hatten eben das Glück, einen längeren Text abzubekommen, der eigentlich für ein anderes Magazin (das hier: http://p.blogsport.de/ ) gedacht war. Die AutorInnen hatten den Text lange rumliegen und wollten ihn nicht vergammeln lassen, wir haben ihn jetzt gelesen und meinen, ein paar Dinge da drin sind schon diskussionswürdig. Es geht um Arbeiter*innenklasse und was das eigentlich ist, und ob es das überhaupt noch gibt. Ein pdf findet ihr hier: PDF-Version.

In ganzer Länge auf dem Blog ist das Ding hier:

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Freiheit für Oma

Stell dir vor, deine Oma wacht eines morgens auf, legt statt der Stützstrümpfe die Hassi an, packt die Zwille ein und heizt ein paar Bullen, die gerade dabei sind, einen besetzten Platz zu räumen, so richtig ein. Emine Cansever hat genau das gemacht und ist so zu einem der bekanntesten Symbole der Gezi-Proteste in Istanbul geworden. Das Foto von „Riot Granny“, auf dem sie in den Tränengasschwaden des Taksim-Platzes zu sehen ist, die Zwille hart durchgespannt, auf dem Unterarm die Blutgruppe, ist um die Welt gegangen.

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