Archiv der Kategorie: Deutsch

Wer geht schon zu Bergida?

IMG_4315Gestern versuchte der Berliner „Pegida“-Ableger „Begida“ eine Demonstration vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor zu veranstalten. Nun war diese Demo schon lange vor ihrem Start in aller Munde und von AntifaschistInnen bis Berliner Oberschicht waren sich alle einig: Nee also in Berlin wollen wir die nicht. So kam es, dass sich die etwa 250 TeilnehmerInnen der „Bergida“-Demo bereits an ihrem Startpunkt hinter dem Roten Rathaus von etwa 3000 GegendemonstrantInnen eingekesselt sahen. Diese verwehrten ihnen bis zum selbstgewählten Ende gegen 21:00 die Straße. Etwa zur gleichen Zeit, nur zwei Kilometer weiter, wurden im Adlon und am Brandenburger Tor die Lichter ausgeknipst.
Nun wollten wir, teils aus journalistischem Pflichtgefühl, teils aus purem Masochismus, herausfinden wer sie denn nun sind, die selbsternannten Retter des Abendlandes. Weil eins ist schon mal klar: sie sind ja keine Nazis, aber… Wer geht schon zu Bergida? weiterlesen

Aufstieg und Fall des Ingolstädter Polizeibeamten S.

lcm_bulle1Es ist selten, aber bisweilen passiert es doch: Ein Bulle wurde wegen Körperverletzung und Verfolgung Unschuldiger verknackt. C. Stahl hat den Fall für euch ausgewertet.

Schürfwunden, Hämatome, eine Schädelprellung und ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung nebst Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. So lautete für einen unserer Leser das Ergebnis eines Abends in Ingolstadt, an dem die Zweitvertretung des FC Ingolstadt den FC Eintracht Bamberg in der Regionalliga empfing.

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Bushido, Pegida und alle so hä?

Sensibles Cover des bürgerlichen Meinungsmagazins Nr.1 während der Pogrom-Zeit Anfang der 1990er : Der Spiegel, 37/1991
Sensibles Cover des bürgerlichen Meinungsmagazins Nr.1 während der Pogrom-Zeit Anfang der 1990er : Der Spiegel, 37/1991

Die selbsternannte Mitte der Gesellschaft gibt sich überrascht. Häusliche Gewalt und Rassismus sind pfui. Dabei ist das alles gar nicht so überraschend.

Liebe Freundinnen und Freunde, in der letzten Zeit wurde ich vermehrt darauf hingewiesen, dass ich mich doch auch zum Fall Bushido in Zusammenhang mit dem Thema häusliche Gewalt äußern solle.

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Hitlergruß und Vernichtungswille

antifalogoGestern ging ein Screenshot durch die Medien, der die ganze Menschenverachtung der nun gegen „Asylanten“ wütenden Neonazis auf den Punkt bringt. Eine Facebook-Seite namens „NPD – Die soziale Heimatpartei Niedersachsen“ hat eine Fotomontage gepostet, auf dem das Tor des Vernichtungslagers Auschwitz mit dem Schriftzug „Asylantenheim. Wir haben wieder geöffnet“ überschrieben war. Wer macht so ein Bild?

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Raus aus dem Hamsterrad des Grauens

lcmzeit1Warum dein Wecker nur im Kommunismus die Fresse hält. Ein kleiner Essay zur Ökonomie der Zeit

Um 7:30 klingelt der Wecker. Aus rastlosem Schlaf erwachen wir, es ist noch dunkel. Wir drücken den „Schlummer“-Button, dämmern noch fünf Minuten vor uns hin, vor dem nächsten schrillen Ton, der uns gewaltsam aus dem Halbschlaf reißt. Kaum zu Bewusstsein gelangt, finden wir uns taumelnd in der Küche wieder, wo wir mit der einen Hand Kaffee kochen, mit der anderen Eier in Pfannen schleudern, nur um dann, während des eiligen Hinunterwürgens von etwas, das den Namen Frühstück kaum verdient, zu bemerken: Wir sind schon wieder spät dran.

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,,Graffiti und Streetart sind das moderne Agitprop…“

Graffiti und HipHop fallen – gerade in den letzten Jahren – immer stärker als kultureller Bezugspunkt für politischen Aktivismus auf. Sei es international durch politische Graffitis, einen fetzigen Mobi-Track zur nächsten Antifa-Demo oder das inzwischen schon beinahe obligatorische Soli-Hip-Hop-Konzert. Grund genug für uns den bislang zwar noch relativ unbekannten, aber langjährigen und nun bei Graffitilager gesignten Writer ARES1312 zum Verhältnis von Graffiti, HipHop und politischem Aktivismus zu interviewen.

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Hilfe, die Russen kommen

Ein altes neues Feindbild und seine politischen Auswirkungen

Jeder Schuss ein Russ - Propagandapostkarte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs
Jeder Schuss ein Russ – Propagandapostkarte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Dr. Theobald von Bethmann-Hollweg war in Rage. Der damalige deutsche Reichskanzler konnte nicht fassen, was die russischen Barbaren ihm und seinem Volk antaten: „Seit wir uns das Deutsche Reich und Ansehen in der Welt erkämpften, haben wir 44 Jahre lang in Frieden gelebt und den Frieden Europas geschirmt“, schreit er in der Sitzung des deutschen Reichstags am 4. August 1914. Man sei „in friedlicher Arbeit“ gewachsen, „stark und mächtig“ geworden.
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Ein anarchistisches Revival?

Direkte Konfrontation
Direkte Konfrontation

Zu den aktuellen Solidaritätsprotesten mit Nikos Romanos in Griechenland

Auf Griechenlands Straßen tobt erneut der Aufstand. Die aktuelle Protestwelle begann mit dem Gedenken an den Aufstand am Polytechnikum 1973 am 17. November, ging weiter mit einem erneuten Generalstreik am 27. November und mündete nun in auch gewaltsame Proteste zum Jahrestag der Ermordung von Alexandros Grigoropoulos am 6. Dezember und in Solidarität mit dem inhaftierten Hungerstreikenden Nikos Romanos.

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