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Köln: „Hier marschiert der nationale Widerstand“

Mut zur Hässlichkeit - Orks in Köln
Mut zur Hässlichkeit – Orks in Köln

Der rechts anpolitisierte Stammtischdeutsche braucht nicht viel, um zur Tat zu schreiten. Ein klares Feindbild, ein paar Dosen Bier und einige Kameraden mit ähnlicher Gesinnung, und schon kann´s losgehen. Als imaginierter Gegner durfte diesmal der „Salafist“ herhalten, den die „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) als den für die Unbill des deutschen Volkes verantwortlichen Schädling ausgemacht haben. Dass mit „Salafist“ einfach „Ausländer“ gemeint war, konnte man schon im Vorfeld in diversen Foren der Promillekreuzritter nachlesen. Also auf nach Köln.

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[Grüße aus dem Binnenland XV] – Kampagne gegen Folteropfer

01_aIn Österreich versucht eine Allianz aus entlassenen und wegen Quälens eines Gefangenen verurteilten Polizisten, einem reaktionären Gerichtsgutachter und der zu Schweinereien jeglicher Art stets bereiten österreichischen Kronen Zeitung dieser Tage, einen der größten Polizeiskandale Österreichs neu aufzurollen und zu relativieren. [Grüße aus dem Binnenland XV] – Kampagne gegen Folteropfer weiterlesen

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[Was geschrieben werden muss I] Vorbemerkung und „Nackt unter Wölfen“

apitz 1Warum wir müssen

Die Frage hier gleich vorangestellt: Wieso sollten wir (sprich: die radikale Linke) uns mit proletarischer Literatur – seien es Klassiker, Neuheiten oder Ausgekramtes – beschäftigen, während die Welt noch immer eine voller Ausbeutung und Unterdrückung ist? Warum Texte über anderer Leute Texte schreiben, statt offen zu handeln, wenigstens aber zu appellieren? [Was geschrieben werden muss I] Vorbemerkung und „Nackt unter Wölfen“ weiterlesen

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„Eine Frage der Praxis“

"Waffen für Rojava" - NAO/ARAB-Transparent auf einer Demonstration für Kobane in Berlin
„Waffen für Rojava“ – NAO/ARAB-Transparent auf einer Demonstration für Kobane in Berlin

Und wieder eine Antifa-Gruppe weniger. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin löst sich in die Neue Antikapitalistische Organisation auf. Von betrunkenen Punkern und NVA-Generälen, über Militanz, Theorie, Praxis und alles, was sonst noch so geht. Interview mit Jonas Schießer (ARAB) und Michael Prütz (NAO)

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„Sie kamen, um zu töten“

Augenzeugenbericht zu den Hamburger Auseinandersetzungen zwischen IS-Unterstützern und KurdInnen

Die Angreifer kamen mit Stichwaffen, Schlagstöcken und anderen Waffen - Sie waren offensichtlich gut vorbereitet.
Die Angreifer kamen mit Stichwaffen, Schlagstöcken und anderen Waffen – Sie waren offensichtlich gut vorbereitet.

Seit mehreren Tagen gibt es europaweit täglich Demonstrationen gegen den Islamischen Staat (IS) und seine Angriffe auf Kobane. In Hamburg kam es vor allem am Dienstag, dem 7. Oktober, zu Auseinandersetzungen zwischen IS-Unterstützern und Kurden. Schon am Montag soll eine Konfrontation der beiden Gruppen stattgefunden haben, bei denen es aber keine ernsthaften Verletzungen gegeben haben soll. Als ich am Dienstag Abend die Nachricht bekam, dass am Abend eine Gruppe Vermummter Männer den kurdischen Verein auf dem Steindamm angegriffen haben und dass sich nun die Kurdinnen und Kurden vor und in diesem Verein versammeln, damit man ihn beschützen kann, bin ich sofort aus Angst, dass noch so ein Angriff geplant ist, dorthin geeilt.

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Der kommende Aufstand (Teil II)

Kampf gegen Bullen, IS und Faschisten - Kurdische Jugendliche in Van
Kampf gegen Bullen, IS und Faschisten – Kurdische Jugendliche in Van

Seit Tagen brennt es in der Türkei, über zwanzig Menschen starben bei Auseinandersetzungen zwischen Linken und KurdInnen auf der einen, staatlichen Repressionsorganen, Faschisten und IS-Anhängern auf der anderen Seite. Über die Probleme und Schwierigkeiten, mit denen der Aufstand zu kämpfen hat. (Teil II und Schluß)

Im ersten Teil dieses Textes wurde darauf hingewiesen, dass die Kobane-Solidarität sich zu einem veritablen Aufstand in der Türkei ausgeweitet hat, der ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Veränderung der Türkei sein könnte. Im zweiten Teil des Textes sollen einige der Schwierigkeiten benannt werden, vor denen wir dabei stehen.

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Der kommende Aufstand (Teil I)

serhildan1Die schweren Auseinandersetzungen in der Türkei, die in Solidarität mit den VerteidigerInnen von Kobane begannen, könnten zum Keim einer neuen Phase des Aufstands gegen die autoritäre Herrschaft der Regierungspartei AKP werden (Teil I von II) –

Der Serhildan ist da. Der Aufstand der Kurdinnen und Kurden in der Türkei hat begonnen, unterstützt von der türkischen Linken gehen Abertausende auf die Straße, nehmen Steine, Molotof-Cocktails und Schusswaffen, um sich gegen das zu verteidigen, was der türkische Staat zu ihrer Unterdrückung auffährt. Und das ist nicht wenig. Massive Polizeitruppen, auch Soldaten, in einigen Städten wurde der Ausnahmezustand verhängt, es gibt eine Ausganssperre. Es wird scharf geschossen, verschiedenen Meldungen zufolge liegt die Zahl der Toten bislang bei 12 bis 15.

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