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„Verzweifelte Kapitalist*innen sind gut, verzweifelte Kommunist*innen sind schlecht“

dietmardathEin Interview mit dem FAZ-Redakteur und Schriftsteller Dietmar Dath am Rande des UZ-Pressefests 2014 in Dortmund-Wischlingen, über Literatur, Kultur und die ganze Bäckerei

Als 2008 dein Roman „Die Abschaffung der Arten“ auf die Short List des Deutschen Buchpreises kam und im gleichen Jahr Uwe Tellkamp mit seinem „Turm“ den Pott abstaubte, war das ein Ausdruck der Klassenverhältnisse im Kulturbereich?

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[Grüße aus dem Binnenland XI] Angriff der Justiz

IMG_2344_XXJosef S. ist wegen Landfriedensbruch inkl. Rädelsführerschaft, schwerer Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung bei den „Ausschreitungen“ im Rahmen der Proteste gegen den rechten „Akademikerball“ in Wien im Januar nun zu 12 Monaten Haft verurteilt worden, davon 8 bedingt. Nachdem Josef bereits 6 Monate in U-Haft gesessen ist, kann er also nach Hause gehen. Als Verurteilter. Die Beweise für seine Schuld? Gibt es nicht. [Grüße aus dem Binnenland XI] Angriff der Justiz weiterlesen

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The killer straw man

childrenispalThe current discussions about the israel-palestine issue seem to revolve around the arguments about antisemitism, islamophobia, the same old “self-defence” discourse, the holy anti’d pact, and never endless references to the other side’s racism to the point we get blind. This is indeed the result of the elaborate media indoctrination which frames the ‚conflict‘ as an international conflict, „two-sides exchanging fire“, „terrorists“, without putting forth the context of the last 70 years.

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Der gute Staat im Kampf gegen die Schlangengrube

Zum Israel-Bild eines Teils der deutschen Linken

antideutsche3Weil es offenbar soviel Diskussionsbedarf gibt, wollen wir nochmal nachhaken. Haben wir uns letztes Mal einzig Argumentations-formen zweier eigenwilliger Bezugnahmen auf den Konflikt in Israel/Palästina angesehen, wollen wir einen zweiten Teil nachlegen. Dieser Teil soll ein in der radikal-linken Subkultur (und darüber hinaus) gängiges Verständnis des Staates Israel auseinandernehmen. Eines gleich vorweg: Wir wissen, es wird sicher noch vor jeder inhaltlichen Auseinandersetzung der Vorwurf kommen, dass schon der Umstand, dass wir hier einen ganzen Text lang nur über Israel reden und nichts oder nicht viel zur Hamas sagen, zeigt, dass wir einen einseitigen Ansatz verfolgen. Das bestreiten wir. Zuerst: Es wird nicht der letzte Text zu dem Themenbereich sein, und es wird andere Schwerpunkte geben.

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Irre Debatte

Israel – Palästina: Hamas- und Israel-Fans teilen mehr gemeinsame Argumentationsfiguren, als ihnen lieb sein kann

mauerpalWir haben uns lange gedrückt. Zu Israel und Palästina zu schreiben, ist nicht leicht, zumal in Deutschland und insbesondere innerhalb der deutschen Linken. Seit Dekaden ist der Diskurs bestimmt durch eine dogmatisch und irre gewordene antideutsche Strömung auf der einen Seite, die von noch einigermaßen interessanten Anfängen im Moishe-Postone-Lesekreis ihren Weg ins Pressebüro der Israeli-Defense-Forces gefunden hat. Und von einer Palästina-Solidarität auf der anderen Seite, die ignoriert, dass die Hauptkräfte des Widerstands gegen Israel in der Region nun mal keine Linken mit einem politischen Projekt sind, sondern dem politischen Islam anhängende Gruppen, deren Gesellschaftsvision uns kaum Unterstützung abnötigen sollte. Irre Debatte weiterlesen

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[Szenetagebücher – Episode II] Die Fusion – Der richtige Rausch im Falschen

druffi1Ob es auf der Fusion einen Zaun geben darf, oder nicht, ist die falsche Frage. Richtiger wäre die Frage: Wie verblödet ist eine Linke, die sich die Fusion zu einem politischen Projekt verklärt?

Wir wagen die steile These: So mies wir im internationalen Vergleich auch abschneiden mögen, geht es um Riots, Besetzungen, direkte Aktionen und Verankerung in der Bevölkerung, in einem Bereich sind wir dennoch Weltmeister. Kein Land hat mehr „Soliparties“ als Deutschland. Die „Soliparty“ ist die der Organisationsform „Szene“ entsprechende politische Praxis.

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[Szenetagebücher – Episode I] Fick Dich, Kreuzberg!

Aktuelle Anekdoten aus dem hippsten aller Berliner Bezirke als Auftakt einer neuen Kolumne

Wir laufen in einen Innenhof der grumpylcmReichenbergerstraße, Berlin-Kreuzberg. Hinter uns einige Greiftrupps der von der grünen Bezirksbürger-meisterin angeforderten Polizei, die seit einigen Tagen in Kreuzberg eine Theateraufführung zum Thema „permanenter Ausnahmezustand“ probt. Gerade eben war eine Demonstration in Solidarität mit den in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule ausharrenden Refugees vom Kottbusser Tor losgelaufen, frecherweise ohne den Beamten vorher Bescheid zu sagen. Das Team Green reagiert angepisst, sprüht Pfefferspray und schwingt Knüppel.

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