Angriff auf Hamburger SPD-Büro

Am zeitigen Freitagmorgen hat das Kommando Tamara Bunke einen Anschlag auf ein SPD-Büro in Hamburg Wilhelmsburg verübt.
In einem Bekennerschreiben, welches uns zugesandt wurde, erklären sie ihre Solidarität mit den kämpfenden Völkern in Afrin/Rojava und erklären der Angriff sei eine direkte Reaktion auf die Unterstützung des türkischen Angriffskrieges durch die deutschen Sozialdemokraten. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Angriff sowohl die Fassade, als auch Büroräume mit roter Lackfarbe beschädigt, sowie eine Fensterscheibe zerstört.
Ebenfalls am Freitag besetzte eine Gruppe Aktivist*innen der interventionistischen Linken ein Parteibüro der SPD in Bielefeld um ebenfalls gegen die deutschen Waffenexporte an die Türkei zu Protestieren.

Zur Erinnerung: nach seinem netten Stelldichein mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu (samt Tee, aus dem extra zu diesem Anlass gekauften Service) verkündete die hässlichste Fratze der deutschen SozialdemokratieSigmar Gabrieles sei die moralische Pflicht der Deutschen, türkische Panzer aufzurüsten. Diese würden ja schließlich für den Kampf gegen den IS gebraucht und der setze in seinem Krieg massiv auf Minen.
Das die Türkei die Panzer nicht gegen den IS einsetzen wirdsie haben es schließlich schon die letzten sieben Jahre nicht getandürfte dem Noske-Verschnitt in Goslar bereits klar gewesen sein. Das die Panzer statt dessen für den völkerrechtswidrigen und lange angekündigten Angriffskrieg gegen die demokratische Selbstverwaltung in Afrin und später möglicherweise ganz Rojava zum Einsatz kommen dürfte er zumindest geahnt haben.

Die Aufrüstung der Leopard-Panzer wurde nun in die (nahe) Zukunft verschoben und zur Aufgabe der (dann geformten) neuen GroKo erklärt. Es dürfte allerdings bei den wenigsten ernsthafte Zweifel bestehen, dass die SPD spätestens dann ihrer moralischen Verpflichtung nachkommen wird und Erdogans Panzer so lediglich etwas später aufgerüstet und zum Krieg gegen die Demokratische Konföderation Nordsyrien geschickt werden.

Es ist gut, dass sich die Protestaktionen gegen den Angriffskrieg Erdogans und seine Partner-In-Crime häufen, so wird auch die Großdemonstration in Köln heute ein starkes Zeichen gegen Krieg und Militarismus setzen und zeigen, dass die Menschen Afrins und ganz Nordsyriens nicht alleine stehen.

#Karl Plumba

 

Das Bekennerschreiben im Wortlaut:

TOD DEM TÜRKISCHEN FASCHISMUS
NIEDER MIT DER DEUTSCHEN UNTERSTÜTZUNG

Aus Solidarität mit den kämpfenden Völkern in Afrin/Rojava haben wir am frühen Morgen des 26. Januar ein Büro der SPD in HH-Wilhelmsburg angegriffen.
Wir haben dieses Ziel nicht zufällig gewählt oder weil wir kein besseres hatten.

Unsere Aktion war eine direkte antifaschistische Intervention gegen den türkischen Faschismus und seine UnterstützerInnen.
Das Büro einer deutschen Kriegspartei wurde unbrauchbar gemacht.
Büro, Inneneinrichtung und Fassade wurden zerstört.

Die SPD ist als Teil der deutschen Regierung direkte Unterstützerin des türkischen Faschismus und des Angriffskrieges gegen die demokratische Selbstverwaltung in Afrin/Rojava.

Wir haben mit unserer Aktion Rache an den Verbrechen der SPD genommen,
wir werden diesen Krieg niemals akzeptieren, genau wie wir niemals die neoliberale Agenda der SPD, die Knechtung der südeuropäischen Länder und ihren Verrat an der lohnabhängigen Klasse in Deutschland vergessen werden.
Ey Möchtegernkanzler Schulz, Panzer-Siggi und Befristungs-Andrea:
ihr kippt Wasser auf die Mühlen der faschistischen Brut!

Wir rufen die SPD auf ihre Verbrechen zu stoppen!
Hört auf für wirtschaftliche und geostrategische Interessen vor dem türkischen Staat auf die Knie zu fallen!

Wir rufen auch alle Revolutionäre und InternationalistInnen auf, es uns gleich zu tun!

Der Hauptfeind steht im eigenen Land
hoch die internationale Solidarität
lang lebe
Rojava
lang lebe die PKK

KOMMANDO TAMARA BUNKE

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