Warum ich wählen gehe…

Um es vorweg zu nehmen: Mich nerven Wahlaufrufe in den sozialen Medien. Wählen ist für mich keine „Pflicht“, sondern es ist ein Recht, von dem man Gebrauch machen kann oder nicht und darüber hinaus eine persönliche Entscheidung. Da bin ich ganz verfassungstreu. Zweitens lehne ich die Suggestion, dass Nichtwähler automatisch politisch desinteressiert sind, ab. Es gibt gute und akzeptable Gründe, nicht wählen zu gehen. Man kann damit gegen die Ununterscheidbarkeit des Parteienangebots, gegen die Ausgestaltung der hiesigen parlamentarischen Demokratie oder auch gegen die Tatsache, dass man Sonntag vor 18 Uhr aufstehen soll, demonstriert werden. Alles legitim und alles auch irgendwie politisch. Warum ich wählen gehe… weiterlesen

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Die Illusion der Gewaltfreiheit – Beitrag zur Militanzdebatte

Hamburg brannte. In der Schanze, in der Elbchausse und an dutzenden weiteren Orten. Die Reaktionen auf die mehrstündigen Riots im Kontext des G20-Gipfels, die schließlich mit zwei SEK-Einsätzen befriedet wurden, verursachten innerhalb der bürgerlichen Presse einen Sturm der Entrüstung, dessen leere Worthülsen die meisten von uns inzwischen wohl im Schlaf verhersehen können. Dort war die Rede von Terroristen, Nazivergleiche wurden gezogen und Springers BILD-Zeitung übernahm direkt und unaufgefordert die Fahndung nach den vermeintlichen Terroristen und Terroristinnen. Nun diskutiert der deutsche Innenminister über die Fußfessel für sogenannte Gefährder*innen und Berliner Hausbesetzungen wie in der Alten Teppichfabrik werden nun anscheinend standardisiert vom SEK geräumt.

Im Anschluss an die G20 Riots begann innerhalb diverser linksradikaler Medien im Ansatz das, was es schon seit längerem braucht: Eine Debatte über Militanz. Der Folgende Text soll ein bescheidener Beitrag zu dieser Debatte sein. Die Illusion der Gewaltfreiheit – Beitrag zur Militanzdebatte weiterlesen

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