Der Hausbesuch

Ein Theaterstück in einem Akt mit einem Prolog und einer Nachrede.

Die Handlung des Theaterstücks ist vollkommen fiktional und gibt nicht unbedingt die Realität wieder. Alle Personen sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig.

Es spielen:

Mann (Journalist und linker Hobbyaktivist)

Frau (eine starke Persönlichkeit, die in diesem Stück aber am liebsten gar nicht vorkommen möchte)

Polizisten 1 – 8 (in Uniform, ausgestattet mit schuss- und stichsicheren Westen)

Polizisten 9 – 13 (die vor dem Haus warten und nicht unmittelbar in Erscheinung treten)

Zivis 1 – 3 (Polizisten in Zivilkleidung, ebenfalls ausgestattet mit schuss- und stichsicheren Westen und einer sogenannten Hundemarke um den Hals)

Frau Kiel (die Einsatzleiterin)

Der Erzähler

Es ist früher Morgen in einer Wohnung in Kreuzberg. Ein Paar bereitet sich auf den Arbeitstag vor. Beide sind schon fast zum Gehen bereit. Geschäftige Betriebsamkeit. Taschen werden gepackt. Pausenbrote verstaut. Letzte Vorbereitungen werden getroffen. Es klingelt an der Tür.

Mann: Erwartest Du jemanden?

Frau: Oh, ich dachte, du bist schon auf der Baustelle, da habe ich meinen Liebhaber bestellt.

Beide lachen

Mann: Hahahaha, sehr witzig

Mann geht zur Gegensprechanlage

Mann: Hallo?

Niemand meldet sich, Mann öffnet die Tür. Vor ihm steht ein DHL Bote, der ihm ein Paket entgegenstreckt.

DHL Bote: Guten Morgen. Paketpost.

Mann ist verdutzt, will nach dem Paket greifen und wird im selben Moment zurück gestoßen, denn hinter dem DHL Boten tauchen mehrere uniformierte Polizeibeamte auf, die in die Wohnung stürmen.

Polizist 1 (brüllt): Polizei

Polizist 2 (schreit): Polizei

Polizist 1 (schreit, während er den Mann an die Wand drängt): Polizei! An die Wand! Hände auf den Rücken! Polizei!

Polizist 3 (ruft): Polizei!

Polizist 4 (mit Nachdruck): Polizei!

Polizist 5 (leicht gehetzt): Polizei!

Polizist 6 (stürmt an allen vorbei): Polizei!

Polizist 7 (leger und locker): Polizei!

Polizist 2 (geschäftig): Raum 1 gesichert.

Polizist 3 (ebenfalls geschäftig): Raum 2 gesichert.

Polizist 4 (leicht verwirrt): Raum 4 gesichert. Ne, falsch. Sorry. Raum 3 gesichert! (dann laut) Raum 3 gesichert.

Polizist 5 (vollkommen verwirrt): Was jetzt? Dann bin ich jetzt Raum 4. Ok. Raum 4 gesichert!

Polizist 6 (aus der hintersten Ecke): Raum 5 gesichert!

Zivi 1(doppelt hält besser): Polizei! Polizei!

Zivi 2 (mit Autorität in der Stimme): Polizei! Steht jetzt alles?

Zivi 3 (ärgerlich, weil keiner reagiert): Polizei! Ist die Wohnung gesichert?

Alle tanzen ganz aufgeregt durch die Wohnung. Alle reden durcheinander. Von überall her kommen Wortfetzen, die sich anhören wie „gesichert“, „noch nicht“, „wartet mal“, „doch jetzt“, „gesichert“

Zivi 4: Polizei! Was jetzt?

Alle im Chor: Gesichert!

Plötzlich Stille. Dramatische Musik. Auftritt Polizeioberkommissarin Henriette Kiel.

Die Einsatzleiterin betritt den Raum langsam und mit würdevollen Schritten. Dabei schaut sie sehr, sehr streng.

Kiel: Polizei!

Mit ernster Miene überreicht sie dem Mann, der noch immer mit verschränkten Armen auf dem Rücken und dem Gesicht zur Wand steht, ein Dokument, auf dem das Amtssiegel des Landes Berlin zu erkennen ist.

Kiel (sehr langsam und eindringlich und mitsehr viel Hall!): Herr S.!Dies. Ist. Eine. Haus-durch-such-ung. Wir. Haben. Einen. Rich-ter-lich-en.Be-schluss. Vom. Amts-gericht. Tier-gar-ten. Wenn. Sie. Wollen. Können. Sie. Einen.Zeu-gen. Hin-zu-zie-hen.

Plötzlich erscheint Polizist 8 und zerstört den feierlichen Moment. Er ist vollkommen abgehetzt, zu spät und außer Atem, dafür aber sehr engagiert.

Polizist 8 (keucht): Polizei!

Kiel (zu Polizist 8, die Hände über dem Kopf zusammenschlagend): Mann Müller! Immer das gleiche. Ruhe verdammt! Ein-mal pünktlich!

Mann (liest das Dokument und beginnt zu lachen): Das ist nicht ihr Ernst?!

Kiel schaut sehr, sehr ernst und auch ein bisschen traurig.

Kiel: Das ist mein toter Ernst.

Es tritt auf der Erzähler.

Der Erzähler: Amtsgericht Tiergarten. Beschluss. In dem Ermittlungsverfahren Marcus S. u.a.

hier nur gegen Marcus S., geboren am soundsovielten soundso in Leonberg, wohnhaft in Berlin, deutscher Staatsangehöriger (unfreiwillig), wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin vom 17.05.2017 gemäß §§ 102, 105 stopp die Durchsuchung der oben aufgeführten Wohnung sowie seiner person und der ihm gehörenden Sachen angeordnet, da zu vermuten ist, dass die durchsuchung zur Auffindung von Beweismittel führen wird, nämlich von Unterlagen in schriftlicher Form (insb. Terminkalender, Schriftverkehr) und digitaler Form (Smartphone, Tablet, PC), welche die organisation der „Revolutionäre 1. Mai Demo“ belegen, insbesondere von vorbereiteten Redebeiträgen, Video/Fotoaufzeichnungen von Treffen, Protokollen der vorbereitungstreffen und von Hinweisen auf den Aufenthalt des Ari W.

Vorwurf: Durchführung verbotener/nicht angemeldeter Veranstaltung (§26 VersammlG)

Gründe: Der Beschuldigte ist verdächtig, in Berlin am 01.05.2017 gemeinschaftlich mit dem Beschuldigten Ari W. am 1. Mai 2017 die „Revolutionäre 1. Mai Demo“ in Berlin-Kreuzberg ohne anmeldung (§14 VersammlG) geleitet bzw. veranstaltet zu haben (§26 Nr. 2VersammlG). Die Demonstration fand am 1. Mai 2017 etwa zwischen 18:30 Uhr und 22.00 Uhr in Berlin-Kreuzberg statt und führte vom Oranienplatz bis zum Spreewaldplatz.

Der Beschuldigte ist dieser Tat(en) verdächtig aufgrund der bisherigen polizeilichen Ermittlungen. Diese Anordnung steht nicht außer Verhältnis zur Bedeutung der Sache angesichts des Grades des Tatverdachtes und des Umfangs gegen den Beschuldigten erhobenen Tatvorwurfs und der zu erwartenden Beweisergebnisse.

K. Richterin am Amtsgericht.

Ausgefertigt Berlin den 18.05.2017

Mann gibt den Brief seiner Frau und wedelt mit den Händen.

Mann: Na dann mal los.

Es kommt Bewegung in die Truppe. Wieder wirbeln alle wild durcheinander. Nur für einzelne schlaglichtartig erhellte Szenen kommt die Truppe kurz zum Stillstand.

Schlaglicht 1: Polizist findet ein Briefkuvert auf dem handschriftliche Notizen getätigt wurden.

Polizist 1: BPS, T2B, Thruster, LS (fragend blickt er seinen Kollegen an)

Polizist 2: Das sind Fitnessübungen. Burpees, Liegestütze und Toesto bar. (Dabei macht er eine Kippbewegung mit der Hand, um anzudeuten, wie man mit den Händen an einer Stange hängt, um dann mit den Füßen ebenfalls die Stange zu berühren.)

Polizist 1 nickt anerkennend.

Schlaglicht 2: Zivi 1 findet einen iPod.

Zivi 1: Was ist das für ein Handy?

Zivi 2: Das ist ein iPod.

Zivi 1: Und was macht man damit?

Schlaglicht 3: Polizist 3 und 4 unterhalten sich über einen Vorfall, der zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft liegt, in der nächsten Woche allerdings für einige Schlagzeilen sorgen wird.

Polizist 3: Nächste Woche geht es nach Hamburg. Die ganze Einheit.

Polizist 4: Endlich. Ich freu mich schon drauf.

Polizist 3: Da geht’s ab. Kalle hat schon jede Menge Alk besorgt.

Polizist 4: Ich habe gehört, Michaela will strippen.

Polizist 3: Hör auf. Das macht die nie.

Polizist 4: Doch. Mit Bademantel und Waffe.

Polizist 3: Geil.

Polizist 4: Und Susi und Tim wollen öffentlich ficken.

Polizist 3: Nie im Leben.

Polizist 4: Haben die gesagt. Ich schwöre.

Mann: Hören Sie. Ich finde es ja gut, dass Sie feiern gehen wollen in Hamburg. Ich finde die Polizei sollte generell mehr feiern, anstatt Hausbesuche durchzuführen oder Leute abzuschieben, ABER (er beginnt zu singen)Es gibt Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.

Schlaglicht 4: Zivi 3 untersucht das Schlafzimmer von Mann und Frau. Nachdem er ausgiebig in der Unterwäsche der beiden herum gewühlt hat, schaut er sich um und nickt anerkennend.

Zivi 3: Sehr ordentlich hier.

Mann: Danke. Das freut uns sehr, dass es Ihnen gefällt.

Schlaglicht 5: Polizist 8 findet ein kleines Tütchen mit einer Kräuterartigen Substanz. Er wedelt kurz damit in Richtung des Mannes und lässt es dann unauffällig seiner Hosentasche verschwinden. Ein klienes Lächeln huscht über das Gesicht des Mannes. Polizist 8 und Mann nicken sich kurz, in gegenseitigem Verstehen zu.

Langsam neigt sich die Untersuchung dem Ende zu. Nach und nach erlahmen die Akteure, bis die Szene zum vollständigen Stillstand kommt.

Während der Erzähler auftritt, stellen sich die Zivis und Polizisten mit verschiedenen Gegenständen, die beschlagnahmt werden sollen zu einer Prozession auf. Jeder Beamte trägt genau einen Gegenstand. Polizist 8 zwinkert dem Paar die ganze Zeit, verschwörerisch zu. Langsam und gemessenen Schritts verlassen sie die Bühne, während der Erzähler das Protokoll verliest.

Der Erzähler: Protokoll Teil B Verzeichnis der Gegenstände bzw. räumliche Begrenzungsangaben bei Brand-/Explosionsorten

Nummer 1: ein Laptop Thinkpad Lenovo inklusive Ladekabel. Verbleib LKA 523

Nummer 2: ein iPhone. Verbleib LKA 523

Nummer 3: ein Digital Voice Recorder VN 5500 PC. Verbleib LKA 523

Nummer 4: Tastentelefon Alcatel 860056 mit SIM Karte. Verbleib LKA 523

Nummer 5: eine Festplatte WD Elements mit Kabel. Verbleib LKA 523

Nummer 6: eine Festplatte „core by CN Memory“ mit Kabel. Verbleib LKA 523

Nummer 7: eine Speicherkarte San Disk ultra II 1,06 GB. Verbleib LKA 523

Nummer 8: eine Speicherkarte San Disk Extreme III 4 GB. Verbleib LKA 523

Nummer 9: eine Speicherkarte San Disk Ultra 16 GB mit Adapter. Verbleib LKA 523

Nummer 10: ein Taschenkalender mit schwarzem Einband. Verbleib LKA 523

Nummer 11: ein IBM Lenovo Think Pad. Verbleib LKA 523

Nummer 12: ein Ladekabel für iPhone. Verbleib LKA 523

Nummer 13: ein Aufkleber „Solidarität ist unsere Waffe“. Verbleib LKA 523

Und schließlich

Nummer 14: ein Flyer „1. Mai, wir bleiben alle“. Verbleib LKA 523

Das dazugehörige A0 Plakat, wurde von den Polizisten übersehen und nicht mitgenommen.

Mann bleibt alleine auf der Bühne zurück. Im Hintergrund räkeln sich Tänzerinnen und Tänzer. Mann hält das Plakat in die Höhe. Langsam versinkt die Szene im Dunkeln.

Ende des Akts

Der Prolog (was davor geschah)

(Diese Szene ist eine Abwandlung eines Facebook-Kommentars, den ich jetzt leider nicht mehr finde. Aber Danke für die Inspiration. )

Es spielen

Zivi 1 -3

Zivilpolizist Murat mit migrantischem Hintergrund

Henriette Kiel (Einsatzleiterin)

Dienstbesprechung im Landeskriminalamt Berlin, Abteilung 523. Polizeioberkommissarin Henriette Kiel hat ihre Mitarbeiter zu einer Einsatzbesprechung gerufen. Es geht um den Hausdurchsuchungsbeschluss mit der Geschäftsnummer (353 Gs) 231 Js 1546/17 (2108/17) vom 18.05.2017 gegen Herrn Marcus S., der von einem nicht näher benannten Beamten, der hier Zivi 1 genannt wird, beantragt wurde.

Kiel: Was hat er gemacht?

Zivi 1: Planung und Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration.

Kiel: Was suchen wir?

Zivi 1: Vielleicht hat er ja Selfies von den geheimen Treffen gemacht, wo sie das Ding geplant haben. Außerdem hat er vielleicht das Anmeldeformular noch rumliegen für die Demo, das er nicht ausgefüllt hat. Solche Sachen.

Kiel: Das ist aber ein bisschen dünn.

Zivi 1: Der ist schon seit längerem frech. Der braucht mal einen Warnschuss.

Kiel: Wie hast du die Richterin dazu bekommen, das zu unterschreiben?

Zivi 1: Du weißt doch. Die sind doch komplett überlastet. 2 bis 5 Minuten pro Durchsuchungsbeschluss. Der kann sich ja gerade mal den Namen durchlesen und dann habe ich dem Staatsanwalt gesagt, er soll da ein bisschen Druck machen und noch einen Zettel draufgelegt, mit ein paar Zusatzinformationen –S., Gewalttäter links mit Kontakten zur arabischen Mafia und zur Organisierten Kriminalität, dann war die Sache geklärt. Der Typ ist gefährlich. Frech und gefährlich.

Kiel: Und warum gehen wir da jetzt erst rein? Der Wisch ist ja schon einen Monat alt.

Zivi 1 (stößt sauer auf. Er hat einen nervösen Magen, was von der Arbeits-Überlastung herrührt): Mein Gott, wir sind doch genauso im Arsch wie die Richter. Zu viel zu tun. Zu viel Arbeit. Was sonst?

Kiel nickt. Sie liest das Schriftstück noch einmal durch. Es entsteht eine länger Pause, in der Zivi 1, 2 und 3, sowie Murat mit ihren Waffen spielen.

Kiel: Und wie kommen wir rein.

Zivi 2: Aufbrechen.

Zivi 3: Zu brutal. Ich dachte an den alten DHL Trick.

Alle schauen auf Murat, den einzigen Polizisten mit migrantischem Hintergrund in der Runde.

Murat: Nicht Eure Ernst Jungs. Nur weil ich Türke bin?

Zivi 3: Das ist am unauffälligsten.

Murat: Unauffällig? Unauffällig? Ich scheiß auf euer unauffällig. Wenn morgens um 7 ein DHL Bote klingelt, ist gar nichts unauffällig.

Zivi 1 (geheimnisvoll, fast verschwörerisch): Aber das ist doch genau der Trick. Damit rechnet doch keiner. Deshalb sieht er uns ja auch nicht kommen.

Plötzlich löst sich ein Schuss. Zivi 3 sackt tot zu Boden. Aus welcher Dienstwaffe letztendlich geschossen wurde, wird später nicht mehr aufzuklären sein. Ein weiterer Polizist bringt eine abgewetzte DHL Uniform, die Murat mit Leidensmiene entgegen nimmt.

Ende des Prologs.

Das Telefonat – eine Nachrede.

Es spielen:

Der Mann

Seine Mutter (zumindest ihre Stimme)

Der Erzähler

Mann steht am Telefon. Statt des beschlagnahmten iPhones, telefoniert er mit einem kleinen, schwarzen Tastatur-Handy.

Mann: Hallo Mama.

Stimme der Mutter aus dem Off. Leicht verzerrt.

Mutter: Maaaaaarcus. Was machst du denn schon wieder?

Mann: Das musst du die Staatsanwaltschaft fragen. Ich habe nichts gemacht.

Mutter: Ja aber muss denn das sein.

Mann: Ach, ich finde, einen Staat, der mitverantwortlich ist, dass jeden Tag im Mittelmeer die Leute ersaufen, einen Staat, der an den Waffengeschäften der Waffenindustrie verdient, einen Staat, der mitverantwortlich dafür ist, dass es in der Welt so aussieht, wie es eben aussieht, gegen so einen Staat kann man schon sein, oder nicht?

Mutter: Ja aber die Nachbarn. Die Verwandtschaft. Du weißt doch, wie die immer reden.

Mann: Aber das ist doch kein Grund sich zu schämen. Da musst du doch mit stolzgeschwellter Brust vor die hintreten und sagen: „Ja, mein Sohn, findet die Verhältnisse scheiße, wie sie sind und er will etwas verändern. Das wollen die Leute, die zur Zeit an der Macht sind nicht und deshalb haben sie ihn jetzt auf dem Kieker“.

Mutter: Ach? Du denkst wirklich, dass du was verändern kannst. Dafür bist du doch ein viel zu kleines Licht.

Mann: Das kann ja sein. Aber immerhin bin ich anscheinend groß genug, dass sie es für nötig halten, 17 Leute bei uns zu Hause vorbei zu schicken.

Mutter (mit sehr viel Sorge in der Stimme): Ach Maaaaarcus. Wann wirst Du denn endlich vernünftig.

Mann (während hinter ihm, glutrot die Sonne im Meer versinkt, langsam und sehr dramatisch. Fanfaren im Hintergrund): Nie-mals.

Dunkelheit. Es tritt auf, der Erzähler. Spot auf den Erzähler.

Der Erzähler: Wenn der Feind uns bekämpft, ist das gut und nicht schlecht. Ich bin der Meinung, dass es für uns – sei es für den einzelnen, für eine Partei, eine Armee oder eine Schule – schlecht ist, wenn der Feind nicht gegen uns Front macht, denn in diesem Fall würde es doch bedeuten, dass wir mit dem Feind unter einer Decke steckten. Wenn wir vom Feind bekämpft werden, dann ist das gut; denn es ist ein Beweis, dass wir zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben. Wenn uns der Feind energisch entgegentritt, uns in den schwärzesten Farben malt und gar nichts bei uns gelten lässt, dann ist das noch besser; denn es zeugt davon, dass wir nicht nur zwischen uns und dem Feind eine klare Trennungslinie gezogen haben, sondern dass unsere Arbeit auch glänzende Erfolge gezeitigt hat.

Worte des Vorsitzenden Mao Tse Tung, vom 26. Mai 1939

Licht erlischt.

Ende

Grüße gehen raus an die Genossinenn und Genossen vom Roten Aufbau Hamburg, die eine viel dramatischere Version eines Hausbesuchs erlebt haben.
Wir sehen uns beim G20 Gipfel.

# Marcus Staiger

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2 Gedanken zu „Der Hausbesuch“

  1. Warum machen die das denn nicht mit Leuten wo es sinnvoll wäre wie z.B. bei Beate oder Anis oder Uwe oder oder oder oder oder oder ? Das ist ja filmreif und klingt nach einer tollen weiteren Musical Vorlage für Böhmi….

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