Kein Kraut gewachsen: Was die Linke gegen den Erfolg der AfD ausrichten kann – und was nicht

Nach den spektakulären Wahlerfolgen der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern diskutiert die deutsche Linke über Gegenstrategien. Der Konsens lautet: Das beste Mittel gegen die Rechtspopulisten ist eine starke Linke. Doch diese Rechnung geht nicht auf.

Was können wir gegen den Erfolg der AfD tun? In nahezu allen linken Publikationen laufen momentan Debatten zu dieser Frage, das Thema treibt die deutsche Linke um wie kaum ein anderes. So unterschiedlich die Antworten auch ausfallen, in einem sind sich die meisten Autoren einig: Mit der richtigen Gegenstrategie kann eine starke Linke den Aufstieg der AfD stoppen. So wollen Frankfurter Antifas AfD-Wähler durch Aufklärung über die neoliberale Agenda der Partei „zurückgewinnen“[1] und das „umsGanze“-Bündnis empfiehlt, „eine solidarische Alternative zu einer menschenfeindlichen Politik aus Nationalismus, Sexismus und knallhartem Neoliberalismus sichtbar zu machen“[2]. Was fast alle Vorschläge eint, ist eine fatale Fehleinschätzung der AfD-Anhängerschaft.

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„Wir müssen ansprechbar sein“

Interview mit Jakob von der radikalen linken | berlin über linke Perspektiven gegen die AfD

Gestern zog die AfD mit über zwanzig Prozent in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ein. Das Ergebnis wird nicht nur innerhalb der Regierungsparteien und bürgerlicher Medien die Diskussionen der nächsten Wochen bestimmen. Auch heizt der Erfolg der Rechtspartei die Debatte innerhalb der Linken in Deutschland wieder an. Seit einiger Zeit läuft in linken Zeitungen wie Neues Deutschland und analyse & kritik eine Auseinandersetzung über den geeigneten Umgang mit der neuen rechten Partei. Wenige Stunden nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sprachen wir mit Jakob von der radikalen linken | berlin über das Ergebnis − und über linke Strategien gegen die AfD.
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,,Die LGBT-Community ist kein Ghetto“

– Ein Interview mit der LGBT-Organisation RedSomos aus Bogota

Die im Oktober 2012 aufgenommenen Friedensverhandlungen zwischen der Regierung Santos und der FARC-EP in Kolumbien schufen die Möglichkeiten für kolumbianische AktivistInnen, sich erneut verstärkt zu organisieren und öffentlich Präsenz zu zeigen. Im vorangegangenen Jahrzehnt unter Santos Vorgänger Alvaro Uribe, war jede Form des Aktivismus als ,,Unterstützung des Terrorismus“ diffamiert und blutig durch den Paramilitarismus unterdrückt worden. Eine dieser jungen Organisationen, die in den vergangenen Jahren ihre öffentliche Präsenz immer weiter ausbauen konnte, ist die LGBT-Konföderation RedSomos aus Bogota.
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Gaziantep (I): eine kapitalistische Metropole und der Syrienkrieg

Gaziantep im Südosten der Türkei gehört zu den ältesten Städten der Welt. Heute ist es die am weitesten entwickelte kapitalistische Metropole in der Region mit 2 Millionen Einwohner*innen, einem florierenden Textil- und Schuhsektor und sechs Sonderwirtschaftszonen mit rund 300.000 Arbeiter*innen. Noch heute ist die Stadt ein Handels- und Verkehrszentrum, ähnlich wie damals zu Zeiten der Seidenstraße, als auch der Warenschmuggel über Kilis und Antep lief. Im Unterschied zu anderen Städten in der Umgebung wie z.B. Kahramanmaraş lässt sich die Stadt durchaus als kosmopolitisch bezeichnen. Hier kann sich jede*r aufhalten, ohne aufzufallen oder allzu schräg angeschaut zu werden. In der Stadt begegnet man Europäer*innen, ehemaligen syrischen Aktivist*innen aus der säkularen Opposition, syrischen refugees, zahlreichen syrischen und internationalen Organisationen, die irgendwas mit syrischen refugees zu tun haben (insgesamt knapp 150 Organisationen mit 14.000 Beschäftigten), Kurd*innen, Alevit*innen und manchmal auch Menschen, die untertauchen und illegale Netzwerke errichten und verwalten wollen. Wie zum Beispiel der IS. Gaziantep (I): eine kapitalistische Metropole und der Syrienkrieg weiterlesen

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„Wir wollen den Arbeitsablauf definitiv stören“

Hannah ist Aktivistin in der Interventionistischen Linken und im Blockupy-Bündnis. Im Interview spricht sie über die Gründe für den Wechsel von Frankfurt nach Berlin, Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und warum es ihrer Meinung nach notwendig für antifaschistische Arbeit ist, weiter in breiten Bündnissen mit etablierten Partein zu agieren.

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