Queering the Nation

Kurdistan und seine Völker – Eine Reportage.

Am Donnerstag, dem 4. Juni, in der kurdischen Stadt Amed (türkisch Diyarbakır) angekommen, hören wir von den Einheimischen, wir könnten uns glücklich schätzen, rechtzeitig für das morgige Fest, das von der Demokratischen Partei der Völker, der HDP (Halkların Demokratik Partisi), angekündigt wurde, hier zu sein. In den Stimmen der Menschen in Kurdistan liegt eine euphorische Hoffnung. Queering the Nation weiterlesen

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„Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir viele Talente haben“

Interview mit Fox von der Camps Breakerz Crew aus Gaza –

Denken wir an Gaza, denken wir an Krieg. Das ist nicht falsch, denn dort ist ja auch Krieg. Was aber übersehen wird, ist, dass es in Gaza dennoch ein Leben gibt, dass es einen Alltag gibt und Menschen, die versuchen, unter schwierigsten Umständen Freude und Hoffnung in Gaza am Leben zu erhalten. Zu diesen Menschen gehört die Camps Breakerz Crew (CB-Crew), Breakdancer, die derzeit unter dem Motto „Break the Wall“ durch Europa touren. Oder zumindest touren wollten. Denn die Ausreise wurde ihnen verweigert. Und so konnten sie nicht – wie eigentlich geplant – am 24. Juni im Berliner Yaam auftreten.

Die Veranstaltung fand dennoch statt, hochkarätig betanzt von der Flying Steps Academy und Bboy Storm, angeheizt von MC Trix und abgerundet mit politischer Dichtung in deutscher und arabischer Sprache. Via Skype gab´s dann doch noch eine Tanzeinlage direkt aus Gaza. Etwa 150 Gäste waren trotz saumäßiger Wetterverhältnisse gekommen und zeigten ihre Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung und den B-Boys und B-Girls aus Gaza.
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„Und in den Panzerketten sind dann noch Blumen drin und lange Hippiehaare“

Kann man im Kommunismus Bananen gegen Lamborghinis tauschen, soll Jack Daniels verboten werden und wie kritisiert man die RAF richtig? Audienz im Generalsekretariat des ZK von KIZ

Die proantikapitalistische Befreiungsbewegung „Kannibalen in Zivil“ (KIZ) schien bereits durch Repression und Abspaltungen zerschlagen, da meldete sich das Politbüro der Untergrundorganisation im Parteisender Taka Tuka TV mit einer Hymne zurück, die den Hatern Angst einflößte und der Menschheit neue Hoffnung gab. Man arbeite an einer „neuen Platte“, mit der man „den Würgern die Stirn bieten“ und „die Geknechteten aus ihren Ketten schlagen“ werde, hieß es in einem Bekennerschreiben zu der Single-Auskopplung Boom Boom Boom„.

Nach wochenlangen Verhandlungen mit dem designierten Propagandaminster der KIZ und Bestechungsgeldern in dreistelliger Milliardenhöhe konnte Lower Class Magazine exklusiv die Scheibe mit dem Titel „Hurra die Welt geht unter“ hören. Unmittelbar überzeugt davon, dass KIZ kurz davorstehen, den Papiertiger des globalen Wacknessimperialismus zu zerknüllen, suchten wir um ein Gespräch mit der Führung der wegen Völkermord und Menschenrechtsverbrechen in der Kritik stehenden Gruppierung an. Der unendlichen Gnade und Volksnähe der Vier Unsterblichen Führer des Weltproletariats ist es zu verdanken, dass wir in der Kreuzberger Kommandozentrale empfangen wurden.
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„Europa. Anders. Machen“? „So. Wird. Das. Nichts“

Am Samstag ist in Berlin mal wieder „Aktionstag“ mit anschließendem Konzert. Wir brauchen schön langsam wirklich neue Ideen. Ein Vorschlag zur Diskussion, welche das sein könnten –

Seit vielen Jahren machen wir „Aktionstage“, „Aktionswochen“, bisweilen ganze „Aktionsjahreszeiten“ („heißer Herbst“, der zumeist recht kühl blieb). Jetzt kommt erneut ein „Aktionswochenende“ auf uns nieder. Am Samstag sollen wir zur Aktion schreiten und zwar in der Hauptstadt. Dort ruft ein „breites Bündnis“ (auch diese Formulierung wirkt schmerzhaft bekannt) dazu auf, zuerst zu demonstrieren und sich dann ein Konzert anzuhören (auch das gab´s vor wenigen Wochen mit exakt derselben thematischen Ausrichtung – Flüchtlingspolitik – wenige Kilometer entfernt am Oranienplatz).
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„Solidarität konkret werden lassen“

AktivistInnen aus Deutschland wollen ein Feuerwehrfahrzeug und die dazugehörige Technik ins kurdische Kobane befördern –

Monatelang tobte in Kobane, der symbolträchtigen Stadt im syrischen Kurdengebiet Rojava, der Krieg gegen den Islamischen Staat. Im September 2014 hatten die Milizionäre begonnen, die Stadt zu belagern und anzugreifen, erst Ende Januar 2015 konnte sie befreit werden. Der IS konnte unter großen Opfern zurückgeschlagen werden, nach den Angriffen der Dschihadisten ist Kobane aber fast vollständig zerstört. Vor allem in der Türkei, aber auch in mehreren Ländern Europas haben seitdem Menschen begonnen, beim Wiederaufbau der Stadt zu helfen. Eine dieser Initiativen wollen wir euch hier vorstellen. Sie hat ein ganz konkretes Ziel: Kobane braucht eine Feuerwehr und die dazugehörige Technik.

Ihr wollt eine ausgestattete Feuerwehr ins nordsyrische Kobane fahren. Erzählt uns ein wenig zu dem Projekt. Wie ist es zu der Idee gekommen?
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Sprungbrett nach Afrika

US-Marines bekommen dauerhaften Kolonialstützpunkt in Südspanien

Die Schlagzeile tauchte in diversen Onlinemedien kurz auf, verschwand dann aber aufgrund des geringen Sensationsgrades bald wieder. Dabei steht die Stationierung von US-Soldaten in Südspanien mitten im Zentrum der aktuellen Ereignisse rund um Flucht und Vertreibung hunderttausender Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten. Sprungbrett nach Afrika weiterlesen

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[Wahlen in der Türkei IV] „Unsere Priorität ist, die AKP zu stürzen“

Interview mit Dogan Ergün von der Kommunistischen Partei des Volkes der Türkei (HTKP) –

In der Türkei steht ein wichtiger Urnengang an, am 7. Juni 2015 werden die 550 Abgeordneten der Großen Nationalversammlung gewählt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seine Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) erhoffen sich erneut eine satte Mehrheit, mit der Erdogan seinen autokratischen neoliberal-islamischen Kurs fortsetzen kann. Erreicht die AKP die nötigen Stimmen, plant Erdogan den Umbau der Türkei in ein autoritäres Präsidentialregime. Auf der linken Seite des Parteienspektrums kandidiert die aus kurdischen und linken türkischen Parteien bestehende Demokratische Partei der Völker (HDP). Für sie stellt sich die Frage, ob sie die extrem hoch angesetzte Zehn-Prozent-Hürde erreicht – wenn nicht, bleibt ihr der Einzug ins Parlament verwehrt. Jan Schwab und Alp Kayserilioglu haben sich in den vergangenen Wochen für lower class magazine in Istanbul herumgetrieben und einige linke Parteien und Gruppen interviewt. Im folgenden lest ihr das dritte dieser Gespräche mit Doğan von der HTKP.

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Im Zweifel blöd

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Diffamierung und Suggestion – die Spezialdisziplinen des ‚Spiegel‘

Die Berichterstattung des Spiegel über Griechenland: Ein kritisches Resümee.

Bei der derzeitigen Berichterstattung über die wirtschaftliche und politische Krise Südeuropas – allen voran Griechenlands – ist auf eine Regelmäßigkeit stets atomuhrenwerkmäßig Verlass: Immer dann, wenn es einem dank Spitzenschlagzeilen wie „Pleitegriechen“ (Bild), „Griechen-Rettung“ (Focus), „Was steht auf der Griechen-Liste?“ (ARD), sowie dem ideologischen Starrsinn und der notorischen Uninformiertheit der hiesigen Leitmedien die Sprache zu verschlagen droht, wissen der Spiegel und seine Ableger in der ihnen eigenen Mischung aus süffisanter Diffamierung und vulgärer Suggestion stets und zuverlässig die bizarren Auswüchse des deutschen Presseneusprechs zu toppen.

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[Wahlen in der Türkei III] „Für Erdoğan wird das eine Wahl zwischen Leben und Tod“

Interview mit Zafer von der Gruppe Başlangıç.

In der Türkei steht ein wichtiger Urnengang an, am 7. Juni 2015 werden die 550 Abgeordneten der Großen Nationalversammlung gewählt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seine Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) erhoffen sich erneut eine satte Mehrheit, mit der Erdogan seinen autokratischen neoliberal-islamischen Kurs fortsetzen kann. Erreicht die AKP die nötigen Stimmen, plant Erdogan den Umbau der Türkei in ein autoritäres Präsidentialregime. Auf der linken Seite des Parteienspektrums kandidiert die aus kurdischen und linken türkischen Parteien bestehende Demokratische Partei der Völker (HDP). Für sie stellt sich die Frage, ob sie die extrem hoch angesetzte Zehn-Prozent-Hürde erreicht – wenn nicht, bleibt ihr der Einzug ins Parlament verwehrt. Jan Schwab und Alp Kayserilioglu haben sich in den vergangenen Wochen für lower class magazine in Istanbul herumgetrieben und einige linke Parteien und Gruppen interviewt. Im folgenden lest ihr das zweite dieser Gespräche mit Zafer von der Gruppe Başlangıç.
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