Als Film Scheiße, als Punkfilm völlige Scheiße

Filmkritik: Tod den Hippies – Es lebe der Punk!

toddenhippiesMit „Tod den Hippies – Es lebe der Punk!“, der seit vergangenem Donnerstag in Kino läuft, soll Regisseur Oskar Roehler ein teilautobiographisches Stück seiner Jugend als Punk in Westberlin verfilmt haben. Nicht nur, dass der Film völlig misslungen ist – auch den Punk muss man mit der Lupe suchen. Man fragt sich wirklich, ob Roehler jemals Berührungspunkte zu dieser Szene hatte oder ob es sich hier um einen Marketing-Gag handelt. Doch gleichzeitig passt der Film hervorragend zur Feuilleton-Verniedlichung und nachträglicher Entpolitisierung einer Subkultur.
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„Dann könnten Sie mal schauen, wo sie ihre Bananen kaufen, Sie rote Sau“

Notwendige Anschaffungen: Mit dem zusätzlichen Geld will der Verfassungsschutz erst mal shoppen. "Thor Steinar, Hitler-Büsten, vielleicht mal ne Axt oder eine Schwarze Sonne. Wir werden so richtig investieren", heißt es aus dem Amt
Notwendige Anschaffungen: Mit dem zusätzlichen Geld will der Verfassungsschutz erst mal shoppen. „Thor Steinar, Hitler-Büsten, vielleicht mal ne Axt oder eine Schwarze Sonne. Wir werden so richtig investieren“, heißt es aus dem Amt

Die Bundesregierung will ihren Behörden mehr Mittel zur Verfügung stellen. Was macht der Verfassungsschutz eigentlich mit dem neuen Geldsegen? Interview mit Horst-Heinrich Schlapphut vom Bundesamt für Verfassungsschutz
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„Die EZB hat eine Waffe in der Hand und zielt auf Griechenland“

EZB-Euromaskottchen abreißen? Die BILD befürchtet einen Überfriff auf das schmucke blaue Teil ...
EZB-Euromaskottchen abreißen? Die BILD befürchtet einen Überfriff auf das schmucke blaue Teil …

Morgen geht’s los in Frankfurt. Ein letztes Interview mit Hannah von Blockupy, bevor wir nach FFM düsen und die Europäische Zentralbank rasieren.

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt ihr neues Hauptquartier eröffnen. Einst als pompöses Event geplant, ist das Ganze nun zu einer ziemlich armseligen Veranstaltung zusammengeschrumpft. Vielmehr scheint sich Frankfurt lieber mit einem Riesenaufgebot der Polizei, meterweise Stacheldraht und ohne Krawatten auf die glorreiche Eröffnung der EZB vorzubereiten. So schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass die Banker am Mittwoch ausnahmsweise mal im legeren Zwirn zur Arbeit erscheinen dürfen – „auf dass sich kein Autonomer durch das Tragen einer Krawatte provoziert fühlt.“

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,,…nicht einfach ihrem Schicksal überlassen“

shelter1Antirassistische Selbstorganisation gegen das repressive Asylregime in Frankfurt/M –

Frankfurt, die Metropole am Main, ist den Meisten vor allem aufgrund der Blockupy-Proteste gegen die Europäische Zentralbank ein Begriff. Weit weniger bekannt ist dahingegen, dass Frankfurt nicht nur Hauptstadt des Kapitals, sondern auch der Abschiebung von illegalisierten Geflüchteten ist. Knapp 2500 Abschiebungen liefen dabei über den größten und modernsten Flughafen Deutschlands im Jahr 2013 (Zahlen für 2014 stehen noch aus).

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„Wir wollen das Leben für alle Bewohner so sicher wie möglich gestalten“

Seit der Staatsgründung Israels sind hunderttausende Palästinenser auf der Flucht. Viele von ihnen sind in den benachbarten Libanon geflohen, wo sie als Bürger zweiter Klasse, mit stark eingeschränktem Arbeitsrecht und in streng überwachten Camps leben.
Um mehr über die politische Situation in den Camps herauszufinden, haben wir uns mit Generalmajor Maher Schbaita gesprochen, welcher vom Fatah-Flügel der PLO ist und für die Region um die Hafenstadt Sidon verantwortlich ist.
Getroffen haben wir uns in einem PLO-Gebäude im Flüchtlingslager Ain el-Hilweh.  Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges sind bis zu 40.000 syrische Flüchtlinge in dem Lager angekommen, teilweise wird ihnen Nähe zu verschiedenen al-Quaida Gruppierungen nachgesagt. So kursiert auch das Gerücht, dass sich der Drahtzieher hinter den Selbstmordanschlägen von Tripoli, Shadi al-Mawlawi, dort versteckt hält.

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[Was geschrieben werden muss III] -„kleine insel selbstbewusstsein“

Ronald M. Schernikaus „Kleinstadtnovelle“ –

Mit Abstand einer der geilsten Typen, die je linke Literatur produziert haben
Mit Abstand einer der geilsten Typen, die je linke Literatur produziert haben – Ronald M. Schernikau

 

1960 in Magdeburg (DDR) zur Welt gekommen, mit sechs gemeinsam mit der Mutter in die BRD übergesiedelt, später Student und Künstler in Westberlin, ab 1986 am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig, wurde 1989 – entgegen aller Trends – DDR-Bürger und bezog seine Wohnhaft in Ostberlin, bis er 1991 an seiner AIDS-Erkrankung verstarb: Ronald M. Schernikau. Der „letzte Kommunist“, wie Matthias Frings die 2009 erschienene R.M.S.-Biographie überschrieb, trat mit 16 der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) bei und wurde später Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW). Schernikau, später Brieffreund von Peter Hacks, machte schon früh von sich Hören, als Schreiber, der seiner Zeit und seinem Umfeld weit voraus war: Noch bevor er das Abitur ablegte, veröffentlichte er die „Kleinstadtnovelle“.

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