Grünes Kreuzberg

Die Räumung der besetzten Gerhart Hauptmann Schule hat begonnen

schule1Die Gerüchte kursierten schon seit letztem Freitag. Spätestens seit Baustadtrat Panhoff von den Grünen die Besetzer der Gerhart Hauptmann Schule dazu aufforderte, das Gebäude bis Montag den 23.06. zu verlassen, war jedem klar, dass in den nächsten Tagen dann auch die Räumung erfolgen würde. Doch als am Morgen des Dienstags um halb sechs von einer Räumung nichts zu sehen war und auch um zehn Uhr noch nichts darauf hindeutete, dass irgendwo Polizeikräfte zusammen gezogen wären, dachten die meisten wohl, dass sich der Fall für diesen Tag erledigt habe. Die kommen doch nicht tagsüber, dachten die meisten. Die werden sich das doch nicht um die Mittagszeit trauen. Trauten sie sich aber.

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„Şimdi Görünürdeyiz“

Gezi’nin etkileri, mücadele, baskı ve işkenceler üzerine. Türkiye’deki LGBTİ mücadelesi hakkında bir röportaj.
yildizSekiz  yıldır LGBTİ hareketi mücadelesinin bir parçası olan, “Yoldaş Ben  İbneyim” kitabının yazarı gazeteci Yıldız Tar ile görüştük. Kendisi  ayrıca KAOS GL (1994 yılında kurulan anarşist yönelimli LGBTİ hakları  örgütü) dergisinin ve internet sitesinin editörlüğünü yürütmekte. Ayrıca  Lambdaistanbul’da (İstanbul valisi 1993 yılında onur yürüyüşünü  yasakladığında kurulmuş olan sosyalist yönelimli LGBTİ hakları örgütü)  da yer almakta.
Yıldız  Gezi ayaklanması sırasında sosyalist bir haber ajansı olan Etkin Haber  Ajansı’nda çalışmaktaydı ve şimdi ise çoğunlukla KAOS GL ile bir arada  hareket ediyor.
KAOS  GL dergisi üç ayda bir basılıyor, 5 liraya satılıyor ve 5000 kişi  tarafından okunuyor. Türkiye’deki LGBTİ hareketinin arşivini oluşturma  çabası içerisindeki internet sitesi ise Türkiye’de LGBTİ topluluğu  hakkında haber yapan ilk ve tek haber sitesi olma özelliğini taşımakta.  Aynı zamanda LGBTİ bireylere karşı işlenen nefret suçlarını da kayıt  altına almakta.

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Das Erbe Halim Deners

In Hannover gedachten etwa 1000 DemonstrantInnen dem 1994 von einem deutschen Bullen ermordeten kurdischen Aktivisten Halim Dener. Ein Reisebericht

halim14Das Demo-Konzept war nahezu perfekt. Die Geschichte Halim Deners, jenes 16-jährigen Kurden, der 1994 am Hannoveraner Steintor beim Plakatieren von zwei SEK-Beamten in zivil ertappt und erschossen wurde (aus 15 cm Entfernung in den Rücken), ist nämlich keine Angelegenheit für Historiker. In der Biographie Halim Deners kommen verschiedene Stränge deutscher (und türkischer) Außen- und Innenpolitik zum Ausdruck, die heute genauso wie damals bestehen und es verdienen, angegriffen zu werden.

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[Grüße aus dem Binnenland VIII] Zehntausend gegen Erdogan

IMG_4081Mehr als 10.000 Menschen sind am Donnerstag in Wien gegen einen Besuch des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan auf die Straße gegangen. Aufgerufen hatte ein Bündnis von mehr als 40 migrantischen und linken Gruppen. Schon lange gab es keine so IMG_4121große Demo mehr in Wien. Vom Praterstern aus ging es nach der Auftaktkundgebung in der Venediger Au über die Reichsbrücke bis zur Albert-Schultz-Eishalle, wo ebenfalls mehr als 10.000 Erdogan-Fans auf ihr Idol warteten. Die Abschlusskundgebung der linken Demo und das Fan-Treffen waren durch Polizeiabsperrungen voneinander getrennt. [Grüße aus dem Binnenland VIII] Zehntausend gegen Erdogan weiterlesen

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Hooligans in Uniform

Berlin: Polizei greift kurdische Demonstration an.

IMG_7064Eigentlich hätte es eine Demonstration wie jährlich dutzend andere auch werden können. Etwa 400 Unterstützerinnen und Unterstützer der kurdischen Befreiungsbewegung waren heute gegen 17 Uhr am Kottbusser Damm im Herzen Berlin-Kreuzbergs zusammengekommen, um gegen die jüngsten Übergriffe des türkischen Militärs in Lice zu demonstrieren. In der zur Provinz Diyarbakir gehörenden Stadt hatten in den vergangenen Wochen tausende Menschen gegen den Neubau eines Militärpostens protestiert, mittlerweile gibt es mindestens zwei Tote unter den Demonstranten, andere Quellen sprechen gar von vier. (Updates auf Englisch hier)

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Du sollst den Staat nicht verunglimpfen!

In Kreuzberg lassen Bullen die Feuerwehr anrücken, weil sie sich durch die Parole „Staat und Nazis Hand in Hand“ diskriminiert fühlen.

nsuplakatIn Berlin-Kreuzberg steht – an der Ecke Manteuffel- und Skalitzer Straße – ein Haus, dessen Wand von linken Bösewichten des öfteren zur Meinungsbekundung missbraucht wird. Neuerdings hing dort ein Plakat, auf dem an den Nagelbombenanschlag am 9. Juni 2004 in der Kölner Keupstraße erinnert wurde. Der mittlerweile den Neonaziterroristen des NSU zugeordnete Angriff war lange ungeklärt. Auf dem Plakat auch zu lesen war das Statement „Staat und Nazis Hand in Hand“. Das geht nun aber doch gar nicht, beschloss die Einsatzleitung der Berliner Polizei, und so rückte man am heutigen Dienstag Vormittag an, und entfernte zusammen mit der Feuerwehr (denn es hing schon recht hoch, das Ding) die inkriminierten Passagen. Genau: Nur die betreffende Formulierung wurde herausgerissen, der Rest darf hängen bleiben, schließlich haben wir Meinungsfreiheit in Schland, die Freiheit meinen zu dürfen, was wir meinen sollen.

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